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Ferrari und der Plan B

Foto: dpa 8 Bilder

Die Weltmeister sind verunsichert. Platz zwei in Australien war für das Übergangsmodell F2004 ein ermutigendes Ergebnis. Doch Ross Brawn räumt ein: Der neue Ferrari F2005 könnte entgegen der Planung schon in Bahrain starten.

09.03.2005

Luca Badoer setzte den neuen Ferrari F2005 beim Testen gleich mal in die Leitplanken. Marc Gené fährt bei kaltem Wetter mittelmäßige Testzeiten im Übergangsauto in Jerez, Andrea Bertolini rollt für Luftwiderstandsmessungen mit dem F2005 in Vairano 300 Kilometer geradeaus. Fazit: Besonders weit ist Ferrari mit dem Aufbauprogramm des neuen Autos noch nicht.

Dennoch erwägt das Team von Jean Todt eine deutlich frühere Rennpremiere für den F2005 als der geplante GP Spanien Anfang Mai. Technik-Direktor Ross Brawn gibt zu, dass schon ein Debüt beim dritten Rennen in Bahrain denkbar wäre: "Ich habe das immer gesagt. Es gibt eine kleine Möglichkeit, dass wir das neue Auto mit nach Bahrain nehmen, aber wir treffen die Entscheidung erst nach dem Rennen in Malaysia." Jean Todt gestand dagegen der "Gazetta dello Sport", dass die Entscheidung schon nach Ablauf der aktuellen Testwoche in Jerez fallen könnte.

Ferrari erwartet größere Packung in Sepang

Das vergangene Rennen in Australien ist kein echter Gradmesser für das aktuelle Kräfteverhältnis in der Formel 1. Der Kurs im Albert Park deckt Schwächen in Aerodynamik, Motorleistung und Zuverlässigkeit nicht so schonungslos auf wie der kommende GP in Malaysia (20.3.).

Der gute zweite Platz von Rubens Barrichello in Melbourne kam für die Ferrari-Strategen überraschend. Sie hatten mit weniger gerechnet. Allerdings lag Barrichello in seiner schnellsten Runde eine halbe Sekunde hinter Renault-Mann Fernando Alonso. In Sepang und den weiteren Rennen erwarten die Roten eine noch größere Packung. Sollte das Debüt des F2005 tatsächlich in Bahrain (3.4.) erfolgen, hätten Michael Schumacher und Rubens Barrichello lediglich eine Testwoche nach dem Malaysia-GP, um sich mit dem Auto vertraut zu machen und eine renntaugliche Abstimmung zu erarbeiten.

Plan C: Einsatz in Imola

Denkbar wäre auch ein Plan C: Demnach könnte das Team zumindest ein neues Auto beim vierten Rennen in Imola (24.4.) einsetzen. Da Michael Schumacher das Rennen in Melbourne nicht beendet hat, dürfte er wie die BAR-Fahrer Jenson Button und Takuma Sato ungestraft einen neuen Motor in Sepang einbauen lassen. Dieser müsste zwei Rennen verwendet werden, in Imola dürfte Schumacher also das neue Auto mit neuem Motor benutzen (der alte Motor passt nicht ins neue Chassis). Rubens Barrichello dürfte dagegen nach Malaysia oder nach Imola Auto und Motor wechseln.

Logistisch wäre ein Start mit verschiedenen Autos kein Problem. Imola liegt lediglich rund 100 Kilometer südlich von Maranello. Die Roten haben dieses Experiment bereits bei einem Brasilien-GP erfolgreich durchgeführt. Dennoch gibt es Bedenken. Ross Brawn scheut den vorzeitigen Motorwechsel, denn dieser Zehnzylinder müsste ausgerechnet die beiden Hitzerennen in Sepang und Bahrain überstehen. Andererseits haben die Ingeneure die Befürchtung, dass der Australien-Motor durch Schumachers Aufenthalt im Kiesbett bereits einen Überhitzungsschaden erlitten haben könnte. Nun soll der Motor erst einmal geprüft werden.

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