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Ferrari unter Wert im Qualifying

Auto besser, Ärger mit den Reifen

Fernando Alonso und Felipe Massa Foto: xpb 25 Bilder

Fernando Alonso und Felipe Massa starten mit ihren runderneuerten Ferrari F10 von den Plätzen vier und fünf. Sie wissen nicht, ob sie sich freuen oder ärgern sollen. Das Auto hat sich verbessert, doch das große Rätselraten um die Reifen trifft auch Ferrari.

26.06.2010 Michael Schmidt

Bis zur zweiten K.O.-Runde in der Qualifikation sah Fernando Alonso wie ein möglicher Kandidat für die Pole Position aus. Und Felipe Massa sagte über die ersten beiden Qualifikationsrunden: "Ich fühlte mich stark für die Top 3-Plätze." Am Ende kamen die Startplätze vier und fünf dabei heraus.

Auch Ferrari steht vor Reifen-Rätsel

Der Grund für den kleinen Absturz liegt in den Reifen. Auf dem harten Gummi durfte Ferrari von der Pole Position träumen. Auf dem weichen verbesserten sich die roten Autos nicht im gleichen Maße wie die Red Bull und McLaren. Red Bull fand auf den supersoften Sohlen fast eine halbe Sekunde. Alonso war nur um eine Zehntelsekunde schneller, Massa sogar langsamer. "Ich hatte im Top Ten-Finale nie wirklich eine freie Runde", entschuldigte sich der Brasilianer.

Erklärungen, warum das so ist, haben die Fahrer mittlerweile aufgegeben. "Die Gründe dafür sind schwer zu erklären", grummelte Alonso. "Diese Reifen sind einfach unbeständig. In einem Versuch fährst du 1.38,0 Minuten, im nächsten 1.38,5 Minuten. Dabei hat sich kaum etwas geändert." Felipe Massa schlug in die gleiche Kerbe: "Dieses Jahr ist es wirklich viel schwieriger als sonst, diese Reifen zu verstehen. Es gibt kein Muster, wie man den Reifen in das Fenster bringt, in dem er optimal funktioniert. Mal geht es, mal nicht." Alonso präzisiert: "Ich spüre, dass mir der weiche Reifen mehr Grip liefert, aber ich kann ihn nicht zu 100 Prozent umsetzen."

Ferrari im Rennen stärker als im Training

Die Ferrari-Piloten standen mit ihrem Problem in Valencia nicht allein da. Robert Kubica, Force India und die Mercedes-Piloten stürzten viel schlimmer ab. Alonso schöpft für das Rennen aus der Tatsache Hoffnung, dass die Ferrari mit den harten Reifen in den Dauerläufen als einziger mit den Red Bull konkurrieren konnten. "Morgen wird 40 oder 50 Runden auf diesem Reifen gefahren", erklärt der Spanier. "Ich sehe uns deshalb im Rennen stärker als im Training."

Es sei nicht das erste Mal, dass sich die Fahrer auf der härteren Mischung wohler fühlten. "Die Balance des Autos war einfach besser." Massa glaubt, dass dieses Kuriosum mit den neuen Karkassen und Gummimischungen zu tun hat. Eine denkbare Erklärung: Mit den harten Reifen bewegt sich die Lauffläche weniger stark. Das vermittelt dem Fahrer mehr Stabilität in den schnellen Kurven.

Modifikationen zeigen Wirkung

Bleibt die Frage, um wie viel besser der umgebaute Ferrari geworden ist. Massa spürt den Fortschritt, kann ihn aber nicht an einem direkten Vergleich festmachen: "Die Werte sagen, dass mehr Abtrieb da ist. Ich spüre das Auto jetzt besser als vorher." Alonso sieht das Trainingsergebnis nicht als Indiz dafür, dass die Modifikationen wirkungslos verpufft sind.

"Es ist ja nicht so, dass nur Ferrari hier eine B-Version gebracht hat. Red Bull, Renault und Mercedes haben genauso viel am Auto geändert. Renault liegt hinter uns, Mercedes ist nicht einmal in die letzte Qualifikationsrunde gekommen. Also kann unser Paket nicht so schlecht gewesen sein." Mit Blick auf die Rundenzeiten meinte Ferraris Speerspitze jedoch: "Eine halbe Sekunde Rückstand auf Red Bull, das ist eindeutig zuviel. Wir müssen weiter hart arbeiten."

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