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Ferrari verliert an Boden

Kommt das Ferrari-Wunder in Montreal?

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2014 Foto: xpb 60 Bilder

Ferrari kam beim Heimspiel von Fernando Alonso böse unter die Räder. Der Rückstand auf die Mercedes betrug 1,872 Sekunden. Sogar Williams und Lotus schoben sich vor die roten Autos. Alonso begründete die Pleite mit den schwierigen Streckenbedingungen.

10.05.2014 Michael Schmidt

Das kommt einer Bankrotterklärung gleich. Ferrari verbesserte sich und fällt zurück. Der Rückstand auf die Spitze wuchs auf 1,872 Sekunden an. Und das auf einem Streckenlayout, das Fernando Alonso als "Ferrari-freundlich" bezeichnete.

Ferrari hinter Williams und Lotus

Die Änderungen an den Flügeln, den Leitblechen, den Bremsbelüftungen und am Auspuff-Endrohr brachten zwar einen Fortschritt, doch die Konkurrenz steigerte sich noch mehr. Mercedes und Red Bull lagen in der Startaufstellung schon beim GP China vor Ferrari. Drei Wochen später mit größerem Abstand. Jetzt mogelten sich auch noch ein Williams und ein Lotus vor Kimi Räikkönen und Fernando Alonso. Lokalheld Alonso schob es auf die schwierigen Bedingungen, sprich den gestiegenen Temperaturen. "Je weniger Grip vorhanden ist, umso größer unsere Probleme. Aber unser Auto fühlte sich definitiv besser an als in China."

Technikkoordinator Pat Fry ergänzt: "Das Auto liegt beim Bremsen und am Kurvenausgang stabiler. Die Leistungsentfaltung ist kultivierter. Die Fahrer haben jetzt mehr Vertrauen in ihre Autos." Der Engländer fordert aber auch: "Wir müssen die aerodynamische Effizienz verbessern."

Nur ein Teil der neuen Komponenten funktioniert

Das größte Problem des Ferrari F14T ist die Traktion. Die roten Autos kommen nicht aus den Ecken raus. Alonso: "Wir verlieren im letzten Streckenabschnitt zu viel Zeit." Im Topspeed liegt Ferrari mit 328 km/h zwischen Mercedes (334 km/h) und Red Bull (321 km/h).

Es wird bei Ferrari zur Regel, dass die Upgrades nur zum Teil von Erfolg gekrönt sind. "Ein Teil funktioniert, ein Teil braucht noch Zeit", maulte Alonso. Auf die Trainingsniederlage gegen Kimi Räikkönen angesprochen, meinte der Spanier kurz angebunden: "Der Abstand von 0,036 Sekunden auf Kimi ist nicht mein Problem. Mir machen die 1,8 Sekunden auf Mercedes Sorgen." Um wie in Shanghai aufs Podium zu klettern, braucht "einen sehr guten Start, perfekte Boxenstopps und die Mithilfe der anderen."

Alonso hofft wie Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, dass der Rückstand zu Mercedes in den nächsten beiden Rennen deutlich verkürzt werden kann. Beide erwähnen in diesem Zusammenhang das übernächste Rennen in Kanada.

In Monte Carlo sollte die Streckenchartakteristik helfen, weil dort der Motor-Vorteil von Mercedes eine geringere Rolle spielt. Für Kanada ist eine größere Ausbaustufe angekündigt. Was Ferrari für Montreal genau im Köcher hat, bleibt geheim. Alonso wiegelt ab: "Es werden zu jedem Rennen neue Teile kommen, zu manchen mehr, zu anderen weniger. Montreal zählt zu den Rennen, wo mehr geplant ist. Wichtig ist, dass ganze Team mit voller Power weiterarbeitet."

Auch Räikkönen unzufrieden

Trotz der Tatsache, Fernando Alonso ein zweites Mal in dieser Saison in der Qualifikation geschlagen zu haben, war auch Kimi Räikkönen aufgrund der schwachen Ferrari-Performance bedient. "Heute früh war das Auto ein Desaster. Wir haben für den Nachmittag ein paar Sachen verändert und es wurde etwas besser. Trotzdem war das Auto schwierig zu fahren. Es ist ein großer Kampf in jeder einzelnen Runde", berichtete Räikkönen und meinte weiter: "Es interessiert mich nicht, vor Fernando zu stehen. Wir können mit einem sechsten Platz nicht zufrieden sein, weil wir eigentlich um Top-Platzierungen kämpfen möchten."

Ein kleines Lob gab es aber dennoch vom Iceman: "Im Vergleich mit dem letzten Rennen konnten wir ein paar Probleme lösen, was dazu geführt hat, dass mein Gefühl im Auto besser geworden ist."

Auf das Rennen blickt der Finne daher mit leichtem Optimismus. "Ich habe gestern ein gutes Gefühl auf meinem Longrun gehabt. Es ist aber schwierig zu sagen, ob wir eine Chance auf das Podium haben. Ich hoffe auf einen guten Start und ein normales Rennen, dann werden wir sehen."

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