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Ferrari wartet noch auf ersten KERS-Test

Foto: Ferrari 20 Bilder

Bei den Testfahrten in Barcelona konnte man am Ferrari einen auffälligen, zusätzlichen Lufteinlass auf dem Seitenkasten beobachten. Doch entgegen vieler Vermutungen versteckte sich dahinter noch keine funktionierende KERS-Einheit.

25.11.2008 Michael Schmidt

Ferrari hatte bei den Testfahrten vergangene Woche in Barcelona ein großes Programm. Die Testfahrer Luca Badoer und Marc Gené mussten gleich drei Themen abarbeiten. Zum einen ging es um die Abstimmung des Autos auf die profillosen Slicks. Die neuen Reifen werfen viele Fragen auf: Gewichtsverteilung, Fahrwerkseinstellungen und Reifendrücke gehorchen neuen Gesetzen.

Der zweite Programmpunkt galt dem Motor. Luca Badoer spulte mit einem Triebwerk 1.600 Kilometer ab. Das reicht für drei GP-Wochenenden. Ab 2009 fordert das Reglement von den Triebwerken, dass sie drei statt zwei Mal Samstag und Sonntag überstehen müssen. Mit 1.600 Kilometern Laufleistung liegt man da voll im grünen Bereich. Bislang konnte man davon ausgehen, dass an einem Wochenende zwischen 500 und 600 Kilometer anfielen.

Ferrari-Simulation mit Dummies

Der rechte Seitenkasten des Ferrari F2008 wies bei dem Barcelona-Test eine dramatische Beule mit einem zusätzlichen Lufteinlass auf. Darunter vermuteten Beobachter Batterien, Elektromotor und Steuerelektronik - die Bausteine für das KERS-System. Doch die KERS-Premiere von Ferrari steht noch aus. Der Konstrukteurs-Weltmeister simulierte mit Dummies unter der Verkleidung lediglich Gewicht, Platzbedarf und Kühlung der Hybridelemente.

Ferrari hofft, bei den Testfahrten in Jerez vom 9. bis zum 11. Dezember erstmals mit KERS antreten zu können. Magneti Marelli hat die zweite Version des Elektromotors geliefert, der nun auf dem Prüfstand auf Herz und Nieren getestet wird. Mit dem Prototypen des E-Motors hatte es gravierende Probleme gegeben.

Wie Ferrari hängt auch Renault am Tropf von Magneti Marelli. Renault plant mit KERS-Testfahrten auf der Strecke aber erst ab Januar. "Wir sparen uns die Übung, für KERS ein Interimsauto zu bauen. Erst wenn das neue Auto fertig ist, kommt KERS an Bord", erklärt Chefingenieur Pat Symonds.

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