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Ferrari

Was wird aus Felipe Massa?

Felipe Massa Foto: dpa 56 Bilder

Die medizinische Untersuchung von Felipe Massa in Miami ergab, dass der Brasilianer in diesem Jahr keinen Grand Prix mehr bestreiten wird. Damit wäre der Weg frei für einen Transfer von Giancarlo Fisichella bis zum Saisonende.

01.09.2009

Felipe Massa wird in diesem Jahr kein Comeback geben. Sein Wunschtraum, beim Heimspiel in Brasilien zurückzukehren, ist trotz guter Heilungsergebnisse zu optimistisch. Massa muss in den nächsten Wochen noch eine kleine kosmetische Operation an der Schädeldecke vornehmen lassen. Danach will der 28-Jährige aus Sao Paulo wieder langsam mit seinem Fitnesstraining beginnen. Der bei dem Unfall im Training zum GP Ungarn durch den Aufprall der Schraubenfeder eingedrückte Stirnknochen ist aber nicht das eigentliche Problem.

Nicht der Stirnknochen, sondern die Gehirnprellung ist das Problem
 
Massa erlitt durch die Beschleunigung des Kopfes eine schwere Gehirnprellung. Seine Kopfverletzungen waren zum Beispiel viel dramatischer als die von Ralf Schumacher bei seinem Crash 2004 in Indianapolis, behaupten die Ärzte. Der damalige Williams-Pilot musste damals wegen einer schweren Gehirnerschütterung sechs Rennen pausieren. Im Moment würde keine Versicherung das Risiko eines Renneinsatzes übernehmen. Jeder weitere Unfall könnte fatal sein. Da Massa nun definitiv für den Rest der Saison ausfällt, könnte Giancarlo Fisichella von Force India zu Ferrari wechseln. Es gäbe nicht mehr das Problem einer Rückkehr, das entstanden wäre, wenn Massa in Brasilien wieder ins Lenkrad gegriffen hätte. Spekulationen aus Italien, wonach BMW-Pilot Robert Kubica Massa ersetzt, sind aus der Luft gegriffen. "Warum sollten wir Robert an Ferrari ausleihen? Wir brauchen in unserer Situation selbst die bestmöglichen Fahrer, um WM-Punkte zu holen", erklärte ein Teamsprecher in Hinwil.
 
Massas Verletzungen sind eher mit denen vergleichbar, die Karl Wendlinger bei seinem Unfall in Monaco 1994 erlitten hatte. Mit dem glücklichen Umstand, dass bei Massa das Gehirn nicht angeschwollen ist und der Heilungsverlauf damit beschleunigt wurde. Wendlinger pausierte nach seinem Crash für den Rest der Saison und gab zehn Monate später in Brasilien ein Comeback im Sauber. Der Österreicher fand nach seiner Genesung jedoch nie mehr zu seinem alten Speed zurück, obwohl die Hirnverletzungen objektiv betrachtet völlig ausgeheilt waren.
 
Schwierige Situation für Ferrari für 2010

 
Massas Ausfall bringt Ferrari in eine heikle Situation für 2010. Es ist zwar ehrenwert von Ferrari zu sagen, dass Massa zu Beginn der nächstjährigen Saison wieder zu 100 Prozent hergestellt sein wird, doch eine Garantie dafür können nicht einmal die besten Ärzte abgeben. Der Fall Wendlinger zeigt, dass es da ein böses Erwachen geben könnte.
 
Für Ferrari ist es höchst riskant auf die Karte Massa zu setzen. Die ersten Testfahrten vor der Saison finden erst im Februar 2010 statt. So lange kann man Kimi Räikkönen nicht hinhalten, unter der Maßgabe, dass Fernando Alonso gesetzt ist. Ferrari ist gezwungen, die Karte Alonso-Räikkönen zu spielen. Diese Not hat Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali in Spa laut über ein drittes Auto nachdenken lassen. Nur das könnte sein Fahrerproblem lösen. Ein drittes Auto ist aber nur zwingend notwendig, wenn das Feld unter 18 Teilnehmer fällt. Damit ist trotz der Zweifel an mindestens einem der neuen Teams (USF1) und der Unsicherheiten im Fall Toyota, Renault und BMW nicht zu rechnen. Bereits jetzt haben sich vier Teams auf die Liste setzen lassen, um eventuell vakante Plätze zu übernehmen.

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