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Formel 1-Titelfahrplan von Ferrari

Alonso wünscht sich Massa-Siege

Alonso und Massa Foto: xpb 61 Bilder

Alles redet vor dem GP Brasilien von Stallregie bei Ferrari. Felipe Massa muss für Fernando Alonso fahren, trompeten die lokalen Gazetten. Und dann überrascht sie Alonso mit der Aussage: "Ich wünsche mir zwei Massa-Siege in den letzten zwei Rennen."

04.11.2010 Michael Schmidt

Fernando Alonso ist ein alter Fuchs. Der Fahrer, der in der Formel 1 die Rolle des Bösewichts besetzt, startet plötzlich eine Charme-Offensive. Statt von seinem Teamkollegen Felipe Massa bedingungslose Hilfe im Kampf um den WM-Titel einzufordern, überraschte der Spanier alle mit der Aussage: "Ich wünsche mir, dass Felipe die letzten beiden Rennen gewinnt."

Alonso fürchtet Siege der Konkurrenz

Großes Raunen im Ferrari-Pavillon: Ist Alonso die WM-Führung zu Kopf gestiegen? Mitnichten. Der Spanier kann rechnen: "Wenn Felipe zwei Mal gewinnt, nimmt er meinen WM-Gegnern zwei Mal die 25 Punkte weg. Das wäre das Beste für mich. Die Punkte für den Sieg sind meine größte Sorge. Ab dem zweiten Platz sind die Punktabstände viel geringer. Da verliere ich nicht so viel, wenn einer anderer vor mir ins Ziel kommt."

Der zweifache Weltmeister hält an seiner Marschroute fest, die er sich schon in Monza gesetzt hatte. "Ich muss alle Rennen auf dem Podest beenden. Ob es dann zum Titel reicht, sehen wir in Abu Dhabi." Ab sofort ist jeder Ausfall tödlich. Siehe Vettel. "Je später in der Saison dich ein Defekt trifft, umso weniger Zeit bleibt dir, das aufzuholen."

Noch keine Titel-Euphorie bei Alonso

Trotzdem schreibt Alonso Vettel und Hamilton nicht ab. "Ein Sieg von denen in Brasilien, ein Ausfall von mir, und alles ist wieder offen. Nur für Button wird es schwierig. Er muss schon darauf hoffen, dass alle vier seiner Gegner ausfallen. Diese WM hat jedes Rennen gezeigt, wie schnell sich das Bild drehen kann. Was jetzt zählt, ist die Konstanz."

Seit seinem Sieg beim GP Italien läuft es für Alonso wie geschmiert. Warum vorher nicht? "Zwei Dinge kommen zusammen. Erstens ist unser Auto nach einigen Entwicklungsschritten in der zweiten Hälfte viel besser geworden. Zweitens haben wir jetzt das Glück, das uns vorher gefehlt hat. Mein Sieg in Korea war reine Glückssache. Ich brauchte die Ausfälle von Vettel und Webber dazu. Mein Trainingscrash in Monte Carlo war das Gegenteil. In 99 von 100 Fällen bleibt das Chassis heil. Meines ging zu Bruch. Es war ja nur ein Aufprall von 60 km/h."

Fußball-Schiedsrichter bringt Alonso in Rage

Selten sah man den Spanier in dieser Saison so relaxt. "Ist ja auch erst Donnerstag. Fragt mich am Sonntag wieder", gab er einen Mini-Einblick in sein Seelenleben. Es gibt aber auch in dieser Phase noch Dinge, die ihn richtig auf die Palme bringen. "Das zweite Tor von Milan gegen meine Mannschaft Real Madrid. Das war doch klar Abseits."

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