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Ferrari zu langsam in Spa

Schnelle Kurven Gift für Ferrari?

Kimi Räikkönen - GP Belgien 2015 Foto: Wilhelm 68 Bilder

Was war mit Ferrari los in Spa? Sebastian Vettels Reifenschaden lenkte von der Tatsache ab, dass der Mercedes-Herausforderer in Belgien nicht die zweite Kraft im Feld war. Der Auftritt erinnerte eher an das Rennen in Silverstone.

27.08.2015 Michael Schmidt

Niki Lauda hatte sich umsonst Sorgen gemacht. Der Österreicher war vom WM-Stand vor dem GP Belgien beunruhigt. Sebastian Vettel trennten nur 42 Punkte von WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton. Deshalb machte er dem Team in Brackley Druck.

"Der Vettel schleicht sich mit konstanten Resultaten an unsere Fahrer heran. Er ist einfach immer da. Und dann profitiert er von unseren Fehlern. Deshalb habe ich unseren Jungs gesagt, dass wir uns keine Fehler mehr leisten dürfen", so die Warnung des dreifachen Weltmeisters.

In Spa schrieb Vettel seine erste Nullrunde. Aber der WM-Dritte hatte auch nicht den Speed, die Mercedes herauszufordern oder von deren Fehlern zu profitieren. Wenn es überhaupt welche gegeben hätte. Vettel lag nur dank seiner Einstopp-Strategie auf Platz 3. Den hätte der Deutsche wahrscheinlich aber noch an Romain Grosjean verloren. Grosjeans Reifen waren sieben Runden frischer.

Ferrari fehlten 1,7 Sekunden auf Mercedes

Ferrari war in Spa nicht die zweite Kraft hinter Mercedes. Auf die Silberpfeile fehlten im Training 1,7 Sekunden. Vettel kam mit Fehlern nur auf den achten Startplatz. "Mit einer perfekten Runde hätte ich es vielleicht zwei Plätze weiter nach vorne geschafft."

Damit wäre immer noch ein Williams, ein Lotus, ein Force India und ein Red Bull schneller gewesen als Ferraris Nummer eins. Alle vier haben in den letzten Wochen einen signifikanten Sprung nach vorne gemacht.

Auch im Rennen waren die Ferrari nicht viel schneller. Kimi Räikkönen fuhr wie die meisten im Feld eine Zweistopp-Strategie. Mit seiner schnellsten Rennrunde von 1.54,517 Minuten landete der Finne nur auf Platz 9.

Räikkönen nuschelte nach dem Rennen: "Das Auto fühlte sich gut an. Das Ergebnis entspricht nicht unserem Speed. Wir haben für unsere Probleme im Training bezahlt." In seinem Fall war das ein Getriebeschaden, der ihn auf den 16. Startplatz verbannte.

Wer Rundenzeit sucht, provoziert Fehler

Die Vorstellung von Ferrari erinnerte an Silverstone. Auch da waren die Roten bestenfalls dritte oder vierte Kraft und verloren im Training 1,3 Sekunden auf die Silberpfeile. Vettel wurde nur Dritter, weil er bei einsetzendem Regen zum richtigen Zeitpunkt Reifen wechselte.

Die Gemeinsamkeiten? Beides sind schnelle Strecken mit schnellen Kurven. Das Auto mag diese Kombination offenbar nicht. Da halfen auch der neue Frontflügel und die Modifikationen am Heckflügel nichts. Dafür packte Ferrari die uralten Seitenkästen aus, die wir zuletzt vor dem GP Spanien gesehen haben.

Vettel und Räikkönen platzierten sich in der Top-Speed-Rangliste auf den Plätzen 7 und 9. Das spricht nicht für das minimale Abtriebspaket. Dafür waren die Zwischenzeiten im kurvigen Sektor 2 enttäuschend. Vettel landete im Training als Elfter in diesem Streckenabschnitt im Mittelfeld. Und genau dort gibt es Silverstone ähnliche Kurven. Monza und Singapur sollten Ferrari vom Layout her wieder besser passen. Doch schon in Suzuka und Austin wartet die nächste Bewährungsprobe.

Rennleiter Maurizio Arrivabene schob die dezente Vorstellung seiner Autos auf die Probleme vom Training. "Wenn du Rundenzeit suchst, provozierst du Probleme. Dafür haben wir am Ende bezahlt. Aber unser Team hat hervorragend zurückgeschlagen. Das ist das Team, das ich haben will. Seb hat wie ein Löwe gekämpft und Kimi sein Pech im Training wieder wettgemacht. Das sind die Fahrer, die ich haben will."

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