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Ferrari zweite Kraft

„Ein lachendes, ein weinendes Auge“

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Italien - Monza - 3. September 2016 Foto: xpb 61 Bilder

Rechtzeitig zum Heimspiel ist Ferrari wieder erwacht. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen starten beim GP Italien aus der zweiten Startreihe. Ein kleiner Dämpfer ist der große Rückstand zu Mercedes.

03.09.2016 Michael Schmidt

Das hat es seit dem GP Europa in Baku nicht mehr gegeben. Ferrari ist hinter Mercedes die zweite Kraft. Die zweite Startreihe strahlt in Rot. Red Bull und Williams müssen sich hinter Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen anstellen. „Wir haben wieder auf unseren Weg zurückgefunden und den Normalzustand erreicht“, resümierte Sebastian Vettel. „Ich bin happy mit dem Startplatz, nicht aber mit dem Rückstand zu Mercedes. Die fahren in einer anderen Welt.“

Vettel brauchte schon eine Chaosrunde ganz am Ende der Qualifikation, um unter die 1.22er Marke zu kommen. Trotzdem fehlen ihm noch 0,837 Sekunden auf den Trainingsschnellsten Lewis Hamilton. „Der Abstand ist im Vergleich zum letzten Jahr größer geworden. Damit können wir nicht zufrieden sein. Wir kämpfen allerdings auch gegen einen Gegner, der auf allen Gebieten perfekt aufgestellt ist und der zwei Fahrer hat, die praktisch keine Fehler machen.“

In der Parabolica leicht über dem Limit

Im Top-Speed fuhren die Ferrari auf Mercedes-Niveau. „Das Motor-Upgrade ist ein Fortschritt“, gab Vettel zu. Doch die Zeit blieb in den Kurven liegen. Im ersten Sektor verlor Vettel 0,181 Sekunden auf Hamilton, im zweiten waren es 0,303 Sekunden und im letzten 0,326 Sekunden.

An seiner entscheidenden Qualifikationsrunde gab es nichts auszusetzen. „Beim ersten Versuch im Q3 hatte ich etwas den Rhythmus verloren, aber der zweite war eine gute Runde. In der Parabolica war ich am Limit und bin mit zwei Rädern neben die Strecke geraten. Deshalb musste ich etwas später aufs Gas, als ich wollte. Ich habe nichts dadurch gewonnen, eher etwas Zeit liegengelassen.“

Ferrari startet im Gegensatz zu den Mercedes auf den Supersoft-Reifen. Vettel sieht deshalb beim Start durchaus eine Chance gegen die Silberpfeile. Da schwingt die Erinnerung an den GP Kanada mit, wo Vettel beide Mercedes auf den ersten Metern ausbeschleunigt hatte. Und die Hoffnung, dass die Aerodynamik des Mercedes leidet, wenn sie einmal in den Verkehr geraten.

Die Wahl des Startreifens lässt erwarten, dass Ferrari eine aggressive Strategie mit 2 Stopps mit 2 Satz Supersoft und einer Garnitur Soft plant. Es ist laut Pirelli der schnellste Weg zum Ziel. Aus Hamiltons Aussagen liest man heraus, dass Mercedes eher mit einer Einstopp-Strategie liebäugelt. Wer so überlegen ist, hat Alternativen.

Keine Mercedes-Probleme wie in Spa

Die Ferrari-Piloten lieferten sich vor den Augen von Firmenchef Sergio Marchionne ein Duell, das um einen Wimpernschlag zugunsten von Vettel ausging. Kimi Räikkönen fehlten 93 Tausendstel auf den dritten Startplatz. Der Finne war dennoch zufrieden: „Es war eine ordentliche Runde ohne große Fehler. Aber in Monza reicht schon ein kleiner Patzer. Wenn du nicht optimal aus der Kurve kommst, bezahlst du auf der ganzen Geraden danach.“

Für das Rennen hat Räikkönen keinen Plan. Hauptsache keine Kollision in der ersten Kurve. „Die Startphase kannst du sowieso nicht planen. Der Start und die ersten Runden bestimmen unsere weitere Strategie. Wir werden so flexibel wie möglich bleiben und die Strategie der Situation anpassen.“

Sieben Tage zuvor lag Räikkönen in der Startaufstellung nur knapp 2 Zehntel hinter dem besten Mercedes. In Monza war der Rückstand trotz der kürzeren Strecke vier Mal so groß. „Unser Auto war in Monza so gut wie in Spa. Also muss Mercedes in Spa ein Problem gehabt und hier in Monza einen besseren Job gemacht haben. Für mich sieht es so aus, dass wir in Spa die Reifen besser nutzen konnten als sie.“

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