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Ferrari zweite Kraft in Spa

"Auch kein Sieg von Pole Position"

Alonso & Vettel - GP Belgien 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Fernando Alonso kehrte auf das Podium zurück. Nur Sebastian Vettel war schneller. So sehr man sich bei Ferrari über den Aufwärtstrend freute, so schwer wog die bittere Pille, dass Vettel seinen WM-Vorsprung auf 46 Punkte ausbaute. Alonso fordert weitere Verbesserungen von seinen Ingenieuren.

25.08.2013 Michael Schmidt

Drei Rennen lang war Ferrari im Niemandsland. Vierte Kraft hinter Red Bull, Mercedes und Lotus. In Spa kehrten die Roten den Abwärtstrend um und profilierten sich nach Red Bull als das stärkste Team. Fernando Alonso fuhr vom neunten Startplatz auf Rang 2.

Angesichts von 16,8 Sekunden Rückstand auf Sebastian Vettel gab Alonso zu: "Heute hätte ich auch von der Pole Position nicht gewonnen. Vettel war einfach schneller. Er hat eine Führung von zunächst 6 Sekunden auf mich auf 16 Sekunden ausgebaut. Dazu muss ich Red Bull gratulieren."

Für Alonso gibt es zu Ferrari keine Alternative

War das wieder so eine Spitze des Spaniers gegen sein eigenes Team? In letzter Zeit hatte sich der WM-Zweite intern nicht gerade beliebt gemacht, weil er immer wieder die Defizite bei der Entwicklung anprangerte. Beobachter schlossen daraus, dass Alonso den Absprung zu Red Bull suchte.

Wenn er je davon geträumt haben sollte, dann kann er sich das abschminken. Alonso hat kapiert, dass es für ihn zu Ferrari keine Alternative gibt. Der kompletteste Fahrer der Formel 1 ist anderweitig unvermittelbar. Red Bull und Mercedes sind dicht, Lotus kann sich den Spanier nicht leisten.

Aufschwung hat viel mit dem Streckentyp zu tun

Alonso verteilte dann auch Streicheleinheiten für seinen Arbeitgeber: "Das Wochenende war nicht so schlecht. Wir haben wieder etwas aufgeholt. Leider war ich in der Qualifikation zur falschen Zeit am falschen Ort. Das passiert. In Malaysia lief es umgekehrt. Das gute Ergebnis in Spa war wichtig für die Moral. Es zeigt dass es wieder aufwärts geht."

Alonso räumte aber auch ein: "Der Aufschwung hat viel mit dem Streckentyp zu tun. Wenn wir Red Bull in Monza schlagen wollen, müssen wir noch mehr zulegen. Die Wahrheit werden wir aber erst in Singapur sehen. Das ist eine Strecke für maximalen Abtrieb, wo wir bislang Schwierigkeiten hatten."
 
Auch Felipe Massa warnt, das gute Ergebnis des GP Belgien überzubewerten. "Wir brauchen noch mehr neue Teile. Im Sommer haben wir zu viel Zeit verloren mit Entwicklungsstufen, die nichts gebracht haben." Rennleiter Stefano Domenicali gab sich erleichtert: "Wir hatten einen schlechten Monat Juli. Die schönste Nachricht ist nicht das Resultat in Spa, sondern dass zum ersten Mal seit langer Zeit eine Ausbaustufe wieder funktioniert hat."

Alonso gibt den WM-Titel nicht auf

Trotz 46 Punkten Rückstand auf Vettel will Alonso den Titel immer noch nicht abschreiben. Gebetsmühlenartig zitiert er die vergangenen Weltmeisterschaften, in den große Rückstände noch aufgeholt wurden. "Dazu brauchen wir aber entweder einen Ausfall von Vettel oder eine Siegesserie, wie sie Sebastian im letzten Jahr hatte. Ohne einen weiteren Schritt nach vorne ist das gegen diesen Red Bull nicht möglich." Domenicali gab seinem Starpiloten Rückendeckung: "Wir können Red Bull nur mit einem besseren Auto schlagen."

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