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FIA bestätigt Alternativ-Motor

Ferrari zog Veto gegen Preisgrenze

Formel 1 - F1- Renault - Motor - V6-Turbo - MGU-H - MGU-K Foto: Renault F1 (Screenshots) 20 Bilder

Die FIA hat offiziell bestätigt, einen Alternativ-Motor für die Formel 1 auszuschreiben. Gleichzeitig schiebt der Weltverband Ferrari den Schwarzen Peter zu. Die Italiener hätten ihr Veto gegen eine Preisobergrenze für Kundenmotoren eingelegt.

26.10.2015 Tobias Grüner

Die FIA geht in die Offensive. Wie bereits von auto motor und sport vermeldet, wird der Weltverband einen Alternativmotor für die Formel 1 ausschreiben, der schon 2017 eingeführt werden kann. In der offiziellen Bekanntgabe erklärt die Behörde, dass dieser Motor deutlich günstiger sein soll als die aktuelle Motorengeneration.

Überraschend deutlich schreibt die FIA, dass der Widerstand der Hersteller Auslöser für diesen drastischen Schritt gewesen sei. Speziell Ferrari wird hierbei der Schwarze Peter zugeschoben, weil die Italiener ihr Veto gegen eine von der F1 Strategiegruppe mit großer Mehrheit beschlossene Preisobergrenze eingesetzt hatten.

FIA umgeht Ferrari-Veto mit Alternativ-Motor

Dieses alte Veto-Recht, dass nur Ferrari in der Formel 1 zusteht, wurde von der FIA nicht angefochten. Stattdessen entschied sich der Weltverband nun für den Umweg eines Alternativ-Motors, um kleinen Teams bezahlbare Triebwerke zu ermöglichen. Rechteinhaber Bernie Ecclestone und seine Formula One Management (FOM) sind bei der Aktion mit im Boot.

Genaue Spezifikationen zur Art des Motors und des Preises wurden in der offiziellen Mitteilung noch nicht genannt. Nach auto motor und sport-Informationen schlägt die FIA aber einen 2,2 Liter V6 Biturbo-Motor vor, wie er in ähnlicher Form auch in der IndyCar-Serie zum Einsatz kommt.

Der Antrieb ist von der Bauart deutlich unkomplizierter und schneller zu entwickeln als die heutige Generation Hybrid-Motoren mit ihren verschiedenen Elektro-Aggregaten. Deshalb hält die FIA einen Maximal-Preis von 6 Millionen Euro pro Saison für realistisch.

FIA sucht weitere Vorschläge zur Kostensenkung

Beim Motor könnte in Sachen Kostenreduzierung noch nicht Schluss sein:"Unterstützt von der FOM will die FIA weitere Maßnahmen ergreifen und nach Lösungen suchen, um die nachhaltige Entwicklung der Formel 1 zu sichern. Alle Teams sind gefragt, weitere Vorschläge und Initiativen im Interesse eines langfristigen Überlebens der Meisterschaft einzureichen", heißt es.

Die Motorenhersteller, allen voran Mercedes und Ferrari, sind natürlich gegen einen Billig-Motor, dessen Spezifikationen so definiert werden, dass er mit den teuren Hybrid-Aggregaten konkurrieren kann. Noch ist nicht ganz klar, ob die FIA den Plan tatsächlich umsetzen oder mit der Drohung nur die Preisobergrenze durchsetzen will.

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