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FIA-Boss

Sperre für Michelin-Teams möglich

Foto: Wolfgang Wilhelm 36 Bilder

Max Mosley schließt eine Rennsperre für die beim Großen Preis der USA wegen ihrer Probleme mit den Michelin-Reifen nicht gestarteten sieben Formel-1-Teams nicht aus.

27.06.2005

"Wenn sich herausstellt, dass die Schuld einiger Teams auf einem bestimmten Niveau liegt, ist eine Sperre gerechtfertigt", sagte der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) in einem Gespräch mit der englischen Tageszeitung "The Guardian". "Es gibt auch mehrere andere Möglichkeiten - einen Punkteabzug, eine Geldstrafe oder eine Rüge.

Mosley gelassen über Streikandrohung

An diesem Mittwoch (29.6.) müssen sich McLaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Renault, Sauber-Petronas, Red Bull Racing und BAR-Honda vor dem Motorsport-Weltrat der FIA in Paris für ihren Boykott in Indianapolis am 19. Juni rechtfertigen. Der Dachverband hatte die sieben Startverweigerer nach dem Skandalrennen vorgeladen, damit diese Stellung nehmen. Die Fahrer dieser Teams waren nach der Einführungsrunde geschlossen an die Box zurückgefahren, weil ihnen Michelin wegen der großen Probleme mit den Reifen zu einem Startverzicht geraten hatte.

Vor allem in der Hochgeschwindigkeitskurve Nummer 13 drohten die offensichtlich zu leicht konstruierten Reifen zu platzen. Ralf Schumacher (Kerpen) hatte an dieser Stelle im Freitagstraining einen schweren Unfall. Andere Piloten hatten ebenfalls mit Reifen zu kämpfen, die sich auflösten.

Beim US-Grand-Prix fuhren nach dem Boykott nur sechs Autos. Ferrari kam durch Michael Schumacher (Kerpen), der seinen ersten Saisonsieg feiern konnte, und den Brasilianer Rubens Barrichello zu einem ungefährdeten Doppelerfolg gegen die drittklassigen Konkurrenten Jordan und Minardi.

Die Farce hat inzwischen zu Regressansprüchen von Fans in Millionenhöhe geführt. Mosley sieht trotz des Debakels eine Chance für weitere Gastspiele der Formel 1 in den USA. "Wenn die Teams und Michelin die richtige Entschädigung anbieten und Indianapolis das schnell verteilt, sollte es dort 2006 ein weiteres Rennen geben. Aber jeder Tag, um den sie die Kompensation der Zuschauer verzögern, ist sehr kurzsichtig", sagte der 65 Jahre alte Engländer.

Mosley verteidigte zum wiederholten Mal, dass er sich auf keine, den Regeln widersprechende Kompromisse eingelassen hatte, um den Start aller 20 Autos zu gewährleisten. Die Teamchefs hatten unter anderem vorgeschlagen, in der Steilkurve eine Schikane einzubauen, die ersten sechs Startplätze den mit Bridgestone-Reifen antretenden Konkurrenten zu überlassen oder auf Punkte zu verzichten. Der FIA-Präsident erklärte: "Ich muss die Regeln fair auslegen. Im Sport darf man nicht erlauben, dass die Mehrheit diktiert." Beispielsweise wäre eine Schikane dem Geist des Sportreglements zuwider gelaufen und unfair gegenüber den Bridgestone-Teams gewesen, selbst wenn Jordan und Minardi die Michelin-Rennställe unterstützt hätten. Gelassen reagierte Mosley auf vereinzelte Streikdrohungen. "Wenn sie in den Streik treten, schneiden sie sich nur ins eigene Fleisch", sagte er.

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