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FIA Entscheidung

Freiwillige Budget-Obergrenze für 2010 kommt

FIA Flagge Foto: Daniel Reinhard 32 Bilder

Der FIA-Weltrat hat einen Tag nach dem McLaren-Urteil über die Regeln der Formel 1-Weltmeisterschaft 2010 abgestimmt. Die Budget-Obergrenze kommt. Sie beträgt 40 Millionen Pfund (45 Millionen Euro) pro Jahr.

30.04.2009 Tobias Grüner

Max Mosleys bereits Mitte März angekündigter Plan nimmt Gestalt an. Ab der Saison 2010 fährt die Formel 1 mit einer Budgetobergrenze. Sie beträgt 40 Millionen Pfund oder 45 Millionen Euro und gilt für einen Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010.

Weniger Geld, mehr Freiheiten

Wer sich bis zum Nennschluss am 29. Mai 2009 bereit erklärt, unter einer Kostendeckelung zu fahren, bekommt von den Regelhütern drei Geschenke: Er darf vorne und hinten verstellbare Flügel montieren, seine Motoren unterliegen keiner Drehzahlobergrenze. Außerdem darf außerhalb der Saison ohne Beschränkungen getestet werden. Die Windkanalnutzung ist freigestellt.

Wer weiterhin unbegrenzt Geld ausgeben will, für den gilt das aktuelle Reglement: Verstellbare Flügel nur vorne, ein Drehzahllimit von 18.000/min, maximal 20 Testtage vor der Saison und höchstens 40 Wochenstunden im Windkanal. Die FIA begründet die zweigeteilte Weltmeisterschaft damit, den großen Teams eine Türe zu öffnen.

Übergangslösung für ein Jahr

"Wir haben für ein Jahr eine Übergangslösung für die Teams geschaffen, die vorgeben, dass sie auf die Schnelle nicht in der Lage sind, ihren Aufwand so stark zurückzufahren", erklärte ein FIA-Sprecher. Mit anderen Worten: Ab 2011 gilt die Budgetobergrenze für alle. Der Weltrat legte ebenfalls fest, welche Kosten nicht zu der Budgetgrenze zählen:
 
1. Marketing, Gästebewirtung und Motorhomes
2. Gehälter für Stammfahrer und Testfahrer
3. Testfahrten für Nachwuchspiloten
4. Motorenkosten (ausschließlich für 2010)
5. Alle Ausgaben, bei denen das Team belegen kann, dass sie nichts mit der Leistung der Autos zu tun haben
6. Gewinne und Dividenden

Eine dreiköpfige Kommission soll die Ausgaben der Teams überwachen. Die FIA sucht einen Finanzexperten und einen Mann mit langjähriger Erfahrung im Motorsport. Der Chef der Kommission soll eine im Motorsport anerkannte Person mit Führungsqualitäten sein.

Unterstützung von Ecclestone

Bernie Ecclestone unterstützt den Mosley-Plan. Ab 2010 wird das Feld der Formel 1 auf maximal 26 Autos ausgeweitet. Neue Teams erhalten ein Antrittsgeld von 10 Millionen Dollar, und - genau wie die Top Ten der Konstrukteurs-WM - den Gratis-Transport von zwei Chassis und höchstens zehn Tonnen Material zu allen Überseerennen. Diese Teams müssen jeweils zwei Autos an den Start bringen und nachweisen, dass sie die nötigen Ressourcen und technische Kompetenz haben, um in der Formel 1 anzutreten.
 
Für alle Teams gilt ab 2010 das Verbot von Tankstopps. Das beeinflusst das Fahrzeugkonzept der  nächstjährigen Autos. Ross Brawn rechnet mit Tankgrößen von mindestens 200 Litern (150 kg). Bislang liegen die Tankvolumina bei 120 bis 140 Liter. Als weitere Sparmaßnahme sind Reifenheizdecken verboten.

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