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FIA gibt zu

Schumacher zu Unrecht bestraft

Michael Schumacher GP Ungarn 2012 Foto: Wolfgang Wilhelm 22 Bilder

Michael Schumacher hat beim GP Ungarn zu Unrecht eine Durchfahrtstrafe kassiert. Der Mercedes-Pilot hätte für das Überschreiten des Tempolimits eine Geldstrafe bekommen müssen. Warum? Weil das Vergehen vor dem Rennen stattfand. Damit erklärt sich auch, dass Schumacher in Spa seinen 299. und nicht seinen 300. Grand Prix fährt.

30.08.2012 Michael Schmidt

Erinnern Sie sich noch an den Start zum GP Ungarn? Der musste abgebrochen werden, weil Michael Schumacher auf dem 19. und nicht auf dem 17. Startplatz stand. Das Feld wurde in eine weitere Formationsrunde geschickt, während Schumacher in die Box geschoben wurde, weil er seinen Motor abgestellt hatte. Nachdem das Triebwerk wieder zum Leben erweckt wurde, fuhr Schumacher zur Boxenausfahrt, um dort den Start abzuwarten. Leider zu schnell. Die Rennkommissare verhängten eine Durchfahrtstrafe.

Rennen bei Tempoverstoß noch nicht gestartet

Die FIA gibt mittlerweile zu, dass die Kommissare einen Fehler gemacht haben. Schumachers Tempoverstoß fand vor dem Rennen statt. Die Formationsrunde zählt noch nicht dazu. Da gelten die gleichen Regeln wie im Training. Deshalb hätte man dem Rekordsieger nur eine Geldstrafe geben dürfen. So hätte Schumacher wenigstens sein Rennen zu Ende fahren können. Er gab später auf, weil er durch den Start aus der Boxengasse und den zusätzlichen Boxenstopp hoffnungslos zurückgefallen war.

Die Episode zeigt, wie das sportliche Reglement einen Rennstart definiert. Der beginnt mit dem Erlöschen des Lichts an der Startampel. Somit ist Michael Schumacher 1996 in Magny-Cours vor dem Rennstart ausgefallen, denn der Motorschaden trat in der Formationsrunde auf. Und damit kann dieses Rennen auch nicht gezählt werden. Demnach fährt Schumacher in Spa seinen 299. und nicht seinen 300. Grand Prix.

Streitfälle für die Statistiker

FIA-Rennleiter Charlie Whiting gibt zu, dass die statistischen Streitfälle für die Zukunft geklärt werden müssen. Und es ist Sache der Sportbehörde eindeutige Richtlinien für einen Rennstart oder eine Pole Position festzulegen. Nach Meinung von Whiting müsste die Pole Position von Monte Carlo Michael Schumacher zugesprochen werden. Weil er sie mit einem legalen Auto gefahren ist. Der Grund, warum er nicht vom ersten Startplatz aus ins Rennen gehen durfte, betraf eine andere Veranstaltung. Es war eine Strafe, die sich Schumacher in Barcelona für seine Kollision mit Bruno Senna eingehandelt hatte.

Ein anderer Fall ist nach Auffassung der FIA die Pole Position von Lewis Hamilton in Barcelona. Sie wurde mit einem Auto erzielt, das zu diesem Zeitpunkt nicht den Regeln entsprach. Genauso gut hätte er mit einer illegalen Aerodynamik oder einem Motor mit größerem Hubraum erwischt werden können. Hier gilt ganz klar: Die Pole Position des GP Spanien gehört Pastor Maldonado.

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