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FIA kassiert 297.600 Euro

Sportkommissare verhängen 117 Strafen

F1 Halbjahresbilanz Sauber 2012 Foto: Dani Reinhardt 56 Bilder

Es war ein gutes Jahr für den FIA-Schatzmeister. Er nahm allein an Strafen 297.600 Euro ein. Über 100.000 Euro mehr als 2012. Aber auch sonst waren die Sportkommissare mit Strafen leichtfertig zur Hand. In 19 Grand Prix gab es 117 Bußen.

16.12.2013 Michael Schmidt

Der gesamte Strafenkatalog der Formel 1-Saison 2013 umfasst drei Seiten und 117 Posten. Allein 44 Vergehen wurden mit Geldbußen geahndet. 23 Mal wurde eine Verwarnung ausgesprochen. Mark Webber häufte drei an und musste beim GP Korea deshalb um zehn Startplätze zurück. 20 Mal wurden Fahrer in der Startaufstellung zurückgestuft. Um drei, fünf oder gar zehn Positionen. In 24 Fällen gab es eine Durchfahrtstrafe, drei Mal die verschärfte Variante Stop-and-Go mit 10 Sekunden Anhalten. Mark Webber, Paul di Resta und Kimi Räikkönen mussten von ganz hinten oder aus der Boxengasse starten, weil ihre Qualifikationszeiten wegen technischer Verfehlungen am Auto gestrichen wurden.

Zehn Strafen in Silverstone

Am strengsten waren die Richter beim GP England. Lars Osterlind, Paolo Longoni, Ron McCabe und Nigel Mansell sprachen an den drei Tagen von Silverstone insgesamt zehn Strafen aus. Am lockersten nahmen es die Sportkommissare von Malaysia, Italien und Abu Dhabi mit jeweils nur drei Bestrafungen. Die Fahrervertreter im Gremium der vier Sportkommissare waren dabei Derek Warwick, Danny Sullivan und Martin Donnelly. Man kann also von der Person nicht ableiten, ob streng oder weniger streng verfahren wird.

Bottas der Strafenkönig der Fahrer

Den FIA-Schatzmeister wird die Flut an Strafen gefreut haben. Er nahm in Summe 297.600 Euro ein. 25.600 Euro entfielen auf die Fahrer mit Spitzenreiter Valtteri Bottas mit 6.700 Euro. Die Teams steuerten mit 272.000 Euro den Großteil des Betrages dabei. Williams musste wegen zwei Radverlusten und einem Boxenstopp-Vergehen 125.000 Euro hinblättern. Red Bull wurde mit 60.000 Euro zur Kasse gebeten. Im Fall Williams muss man sich fragen, ob ein verlorenes Rad wirklich 60.000 Euro kosten muss. Das ist für viele Formel 1-Fans mehr als ein Jahresgehalt. Mercedes und McLaren sind die beiden einzigen Teams, die straffrei ausgingen.

Bianchi schnellster Mann in der Boxengasse

Bottas wurde fünf Mal erwischt, meistens weil er in der Boxengasse zu schnell unterwegs war. Kimi Räikkönen musste vier Mal zu einem Gesamtbetrag von 2.400 Euro auf das FIA-Konto überweisen. Auch Giedo van der Garde bekam vier Strafbescheide im Gegenwert von 2.400 Euro. Schnellster Mann in der Boxengasse war übrigens Jules Bianchi in Sepang mit 74,0 km/h. Das kostete 2.800 Euro.

Sebastian Vettel zählte zu den braveren Piloten. Die 200 Euro für zu schnelles Fahren in der Boxengasse von Singapur bezahlt der vierfache Weltmeister aus der Portokasse. Mark Webber, Lewis Hamilton, Romain Grosjean, Adrian Sutil, Pastor Maldonado, Daniel Ricciardo, Jean-Eric Vergne und Charles Pic sparten sich das Geld. Sie kamen ohne Geldbuße davon.

Geldbußen steigen an

Im Vergleich zu den letzten beiden Jahren sind die Geldbußen sprunghaft angestiegen. 2012 flossen 194.200 Euro auf das FIA-Konto, 156.700 Euro davon aus dem Geldbeutel der Piloten. 2011 war ein eher schlechtes Jahr für den Verband. Er musste sich mit 94.600 Euro begnügen. Fahrer und Teams hielten sich mit 44.600 : 50.000 Euro die Waage.
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