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FIA-Kritik an Vatanen

Keine finanzielle Wahlkampfhilfe für Todt

GP Deutschland 2009 Foto: dpa 60 Bilder

Der Automobilweltverband (FIA) hat Präsidentschaftskandidat Ari Vatanen für seine Vorwürfe kritisiert, die FIA würde Konkurrent Jean Todt bei seinem Wahlkampf finanziell unterstützen. In einem Brief wurde Vatanen aufgefordert, diese falschen Vorwürfe nicht mehr zu äußern.

22.07.2009 Tobias Grüner

Am 24. Oktober wird der neue FIA-Präsident gewählt. Um die Nachfolge des umstrittenen Max Mosley kämpfen gleich zwei aussichtsreiche Kandidaten. Ari Vatanen hat sich als Reformer positioniert, der alte Strukturen der FIA durchbrechen will und für einen neuen Politik-Stil steht. Auf der anderen Seite hat sich Amtsinhaber Mosley für Jean Todt als Nachfolger ausgesprochen. Der ehemalige Ferrari-Teamchef soll die harte Linie der FIA gegenüber Herstellern und Formel 1-Teams fortführen.

Afrika-Besuch keine Werbung für Todt

Noch drei Monate haben beide Kandidaten Zeit, die wahlberechtigten Mitglieder der Automobilverbände von sich zu überzeugen. Dabei soll Todt laut Vatanen nicht mit fairen Mitteln spielen. Der Finne hatte laut FIA den Vorwurf erhoben, dass Todt auf Kosten des Weltverbands mit dem Privatjet auf Wahlkampftour in Afrika unterwegs war. Carlos Macaya, der Vorsitzende der FIA-Stiftung hat diese Anschuldigungen nun zurückgewiesen.

Die Flüge nach Tansania seien nicht für Todt sondern für dessen Lebensgefährtin Michelle Yeoh organisiert worden. Die Schauspielerin aus Malaysia bereite nach FIA-Angaben gerade einen Kongress zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr vor, der Mitte November in Moskau stattfinden wird. Die Botschafterin der FIA-Sicherheitskampagne habe zu diesem Zweck ein Treffen in Daressalam besucht, bei dem sie von Jean Todt begleitet wurde.

Falsche Darstellung von Vatanen

Todt engagiert sich ebenfalls für das Thema und macht als Präsident des "eSafety Aware"-Programms Werbung für elektronische Sicherheitssysteme in Fahrzeugen. Die Reise nach Afrika habe nichts mit der FIA und der anstehenden Wahl zu tun, erklärte Macaya in seinem Brief an Vatanen. Der Funktionär aus Costa Rica sei nach eigener Aussage "sehr enttäuscht darüber, dass Vatanen die Arbeit eines FIA-Beauftragten falsch dargestellt habe".

Macaya zeigte zwar Verständnis für einen harten Wahlkampf, allerdings forderte er den finnischen Präsidentschaftskandidaten auf, die Rolle der FIA Stiftung in Zukunft korrekt darzustellen.

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