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FIA mit neuem Flügeltest in Suzuka

Verdrehen sich die Frontflügel?

Mercedes - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 4. Oktober 2012 Foto: Grüner 22 Bilder

Nachdem in Singapur durchgesickert war, dass sich bei zwei Teams die Frontflügel unter Last verdrehen, ordnete die FIA am Donnerstag (4.10.) in Suzuka einen neuen Flügeltest an. Die Teams waren allerdings vorgewarnt. Wenn der Flügeltrick etwas gebracht hat, wird man es wohl erst auf der Rennstrecke sehen.

04.10.2012 Michael Schmidt

Der Test fand hinter verschlossenen Türen statt. Dort, wo die FIA normalerweise ihre Messplattform hat, blieben die Rolläden bis Donnerstagnachmittag geschlossen. Grund: Die FIA führt neue Flügeltests durch. Nachdem durchgesickert war, das sich bei zumindest zwei Teams die Frontflügel verdrehen (>> auto motor und sport berichtete ), ordnete der Weltverband in Suzuka einen neuen Frontflügeltest an.

Der Verdacht geht um, dass die Flügel sich um ihre Querachse verdrehen können. Das kann mit dem Standard-Belastungstest nicht geprüft werden. Bei diesem wird an zwei Punkten 690 Millimeter rechts und links von der Mittelachse des Fahrzeugs und 695 Millimeter vor den Vorderrädern auf die Flügelenden gedrückt. Seit vergangener Saison wurde der Standard-Test verschärft. Seitdem können sich die Flügelenden nicht mehr Richtung Straße durchbiegen.

Flügel drehen sich im Profil

Doch die Ingenieure haben sich längst andere Tricks ausgedacht. Sie drehen den ganzen Flügel um ihren Aufhängungspunkt. Normalerweise ist der Mittelteil des Flügels mit je zwei Bolzen an den Pylonen verschraubt. Damit sitzt der Flügel bombenfest. McLaren und Red Bull sollen ihre Flügel zuletzt nur noch mit je einer Schraube arretiert haben. Das würde es dem Flügel erlauben, sich bei entsprechendem Anpressdruck um die Horizontalachse zu verdrehen. Damit würde der Unterboden besser angeströmt, was den Abtrieb im Heck erhöht.

Gegenüber den bisherigen Tests wurde jetzt das Procedere leicht verändert. Die Last setzt 125 Millimeter näher zur Vorderachse an den Flügelenden an. Wäre der Flügel am vorderen Ende beweglich gelagert, müsste der Test eine Verdrehung ergeben. Da die Teams in Singapur bereits vorgewarnt wurden, dürfte die Untersuchung nicht viel ergeben.

FIA hatte neuen Test angekündigt

Nach Angaben von McLaren habe man den neuen FIA-Test in Suzuka bestanden, ohne Nachbesserungen an den Flügeln vorgenommen zu haben. Allerdings sind die Aussagen der Ingenieure bei solche sensiblen Angelegenheiten immer mit Vorsicht zu genießen. Das Ergebnis ist wohl erst auf der Rennstrecke zu sehen.

Wenn der Effekt wirklich so groß ist, wie es die Konkurrenz vermutet, sollten die blauen und chromfarbenen Autos spürbar eingebremst werden. Ein genaues Bild von den Flügeln konnten sich Fans und Experten am Donnerstag übrigens nicht machen. Weder Red Bull noch McLaren stellten ihre Flügel vor der Garage aus, wie sie es sonst immer machen.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen genau, worum es sich beim aktuellen Flügelstreit dreht.

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