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FIA-Präsident Max Mosley

Mosley rechnet mit weiteren Teampleiten

Max Mosley Foto: dpa 32 Bilder

Einen Monat noch ist Max Mosley im Amt des FIA-Präsidenten. Kurz vor seiner Rente spart der Engländer nicht mit kontroversen Kommentaren zur Formel 1. Mosley glaubt nicht, dass zu Saisonbeginn 2010 die 13 Teams am Start stehen, die jetzt eingeschrieben sind.

11.09.2009 Michael Schmidt

Max Mosley traut dem Frieden in der Formel 1 nicht. Das Concorde-Abkommen ist zwar unterschrieben, zwölf Teams haben für 2010 genannt und ein 13. wird Anfang nächster Woche von der FIA bekanntgegeben, doch Mosley fürchtet, dass der Rückzug von BMW nicht die letzte Pleite in der Formel 1 war.

2010 noch keine Sicherheit

"Ich würde keine Wetten darauf abschließen, dass wir die augenblicklich eingeschriebenen Teams beim Saisonstart 2010 auch am Start sehen." Der scheidende FIA-Präsident fürchtet, dass noch ein oder zwei Hersteller das Weite suchen, und dass vielleicht auch noch ein Privatteam aus finanziellen Gründen das Handtuch wirft. "Erst 2011 sind wir über den Berg, wenn der Sparplan greift. Dann dürfen die Teams nur noch eine begrenzte Summe einsetzen."

Durch den Rückzug von BMW war eine Vakanz entstanden. Sauber, das spanische Team Epsilon Euskadi und Litespeed haben sich um den offenen 13. Platz beworben. "Wir haben unsere Betriebsprüfung abgeschlossen und werden Anfang kommender Woche das Ergebnis präsentieren", gab Mosley in Monza bekannt. Gerüchte, dass der US-Rennstall eine Luftblase ist, sind auch bei der FIA angekommen. "Es sieht besser aus, als es die Gerüchte glauben lassen wollen", erklärte Mosley. "Wir werden demnächst aber Prüfer in die USA schicken, um den Geschichten nachzugehen."

Absage an Ferrari

Ferraris Hoffnung auf ein drittes Auto erteilte der Präsident eine Absage. "Dazu müssten wir das Concorde-Abkommen umschreiben. Das wiederum würde Einstimmigkeit verlangen und ist ohnehin erst diskutabel, wenn die Zahl der Autos unter 20 fällt." Die Zahl der Motoren pro Fahrer ist laut Mosley auch im nächsten Jahr auf acht festgelegt. "Wenn die Autokonzerne sich auf fünf Triebwerke beschränken wollen, dann können sie das selbstverständlich tun."

Der Vorwurf, er unterstütze bei der Wahl seines Nachfolgers Jean Todt, prallt an Mosley ab. "Es ist eine Tatsache, dass ich Jean Todt unterstütze. Ich habe das seinem Gegenkandidaten Ari Vatanen bei einem Mittagessen auch bestätigt. Wenn ich von den Verbandsmitgliedern gefragt werde, wen ich favorisiere, muss ich eine Antwort geben. Für mich ist Todt der bessere Kandidat, weil er einmal ein Team, eine Firma geleitet hat. Ari Vatanen hat keine Erfahrung mit einer leitenden Position. Ich kann in dieser Frage deshalb nicht neutral sein."

KERS noch nicht abschaffen

Mosley wagt auch einen Blick in die Zukunft: "Zwei Dinge werden nach meiner Amtszeit passieren. KERS wird irgendwann in allen Autos sein, und es wird auch zu einer Budgetobergrenze kommen. Die Zeit wird mir Recht geben." In Bezug auf KERS kann Mosley nicht verstehen, warum die Hersteller diese Technologie ins Museum verbannen wollen.

"In den nächsten 20 Jahren wird jedes Auto mit einem Hybrid- oder Elektroantrieb ausgerüstet sein. Der Motorsport kann daran nicht vorbeigehen. Keiner würde begreifen, warum man in der Formel 1 nicht mit Autos fährt, die die reingesteckte Energie nicht mindestens zwei bis drei Mal nutzen. Ab 2013 muss die Formel 1 eine Benzinsparformel werden. Dann kontrolliert die zur Verfügung stehende Benzinmenge die Leistung der Motoren, und KERS wird ein Teil dieses Pakets sein."

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