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FIA-Präsidentschaft

FIA-Präsident Mosley will Todt als Nachfolger

Max Mosley, Jean Todt Foto: dpa 60 Bilder

Der weg für Frieden in der Formel 1 ist frei. In einem Brief an die FIA-Mitglieder bestätigt Max Mosley, dass er im Oktober nicht zur Wahl des neuen FIA-Präsidenten kandidieren wird. Stattdessen schlägt er offen den Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt als seinen Nachfolger vor.

15.07.2009 Michael Schmidt

Der Friedensschluss der Formel 1 rückt näher. Am Mittwoch (15.7.)wollen die 13 Teams in London ihre Unterschrift unter den Finanzplan setzen, der alle verpflichtet in dem vereinbarten Rahmen zu sparen.

Demnach sollen ab 2011 die Budgets sich auf dem Stand der frühen 90er Jahre einpendeln. Der Vertrag wird rechtlich bindend sein. Somit wird verhindert, dass ein Team aus dem Sparprogramm ausschert. Und es wird sichergestellt, dass den drei neuen Teams eine Starthilfe in Form von Knowhow-Transfer gewährt wird. Die FIA hatte auf diesem Vertrag bestanden, mischt sich aber in die Details nicht ein. Der Finanzplan ist Voraussetzung dafür, dass der Verband das Concorde Abkommen mit den Teams und dem Inhaber der kommerziellen Rechte bis 2012 verlängert.

Mosley bleibt bei Rücktritt

Jetzt hat FIA-Präsident Max Mosley den Mitgliedern auch offiziell noch einmal bestätigt, dass er im Oktober nicht zur Wiederwahl antritt. "Obwohl ich fast 100 Briefe bekommen habe, die mich gebeten haben, meine Entscheidung noch einmal zu überdenken, bleibe ich bei meiner Ankündigung vom 24. Juni. Ich will in Zukunft etwas kürzer treten und mehr Zeit meiner Familie widmen. Als Senatsmitglied bleibe ich der FIA erhalten." Mosley stellte allerdings klar, dass ihn dieses Mandat nicht mehr täglich an seinen Schreibtisch binden wird.

Concorde Agreement ist unterschriftsreif

Der 69-jährige Engländer bestätigte außerdem, dass die Prüfung des neuen Concorde Abkommens durch die Anwälte der FIA abgeschlossen sei, und dass man das Dokument nun guten Gewissens ratifizieren könne. Das war die Bedingung der FOTA-Teams, von einer eigenen Rennserie abzusehen. Somit muss nur noch das Sportgesetz und das technische Reglement für 2010 verabschiedet werden.

Mosley schlägt Todt vor

Laut FIA-Vertretern geht es lediglich noch um Detailfragen. Mosley macht in seinem zweiseitigen Schreiben den delegierten jedoch auch einen konkreten Vorschlag, wen er als seinen idealen Nachfolger sieht. "Ich schlage Jean Todt als neuen FIA-Präsident vor. Er ist die bestmögliche Besetzung für diesen Posten." Mosleys Vorschlag wird den meisten teams nicht gefallen. Einige haben noch offene Rechnungen mit dem früheren Ferrari-Rennleiter. Doch Mosley sucht einen starken Mann für das höchste Amt in der FIA. "Ich sehe auch keinerlei Interessenskonflikte, weil Todt früher einmal für den Citroen/Peugeot-Konzern und für Ferrari gearbeitet hat. Jean wird ein unabhängiger FIA-Präsident sein." Wenn es soweit kommt.

Ari Vatanen als Gegenkandidat

Sein Gegenkandidat hat sich am Nürburgring den Teams bereits vorgestellt. Die könnten mit Ex-Rallyefahrer Ari Vatanen besser leben als mit Todt. Vatanen plädiert für Versöhnung zwischen den zuletzt zerstrittenen Parteien und für eine Reform der Motorsportpolitik innerhalb der FIA. Das wird Mosley nicht gerne hören. Während Vatanen am Nürburgring auf Stimmenfang ging, bereiste sein Gegenkandidat Todst angeblich Länder in Afrika, die bei der Wahl den Ausschlag geben könnten. Todt wurde von Mosley gezielt im Verband aufgebaut. So lobt der scheidende FIA-Präsident Todts Verdienste im Zusammenhang mit der Sicherheitskampagne der FIA im Straßenverkehr.

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