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FIA-Rennleitung

Red Bull-Proteste abgewiesen

GP Singapur 2009 Foto: Sebastian Vettel 57 Bilder

Mark Webber und Sebastian Vettel wurden beim GP Singapur für unterschiedliche Vergehen bestraft. Die Red Bull-Piloten zweifelten die Rechtmäßigkeit ihrer Strafen an. Die FIA lässt in beiden Fällen nicht mit sich reden.

30.09.2009 Tobias Grüner

Sebastian Vettel bekam beim GP Singapur eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Der WM-Dritte war in der Boxengasse zu schnell. 101,4 statt der erlaubten 100 km/h. Geblitzt wurde Vettel am Boxeneingang, im ersten der neun 40 Meter-Segmente. Fahrer und Teamleitung waren nach dem Rennen bei der Rennleitung aufmarschiert und zweifelten die Messung der FIA-Kommissare an.

FIA bleibt hart

Auf der Telemetrie sei keinerlei Überschreitung zu sehen, präsentierte ein Dateningenieur FIA-Rennleiter Charlie Whiting und seiner Truppe die Aufzeichnung. Red Bull stellt den Tempomaten auf 99,5 km/h ein, um auf der sicheren Seite zu bleiben. Offenbar nicht genug. Nach der Erklärung der FIA meinte Teamchef Christian Horner: "Vielleicht ist Sebastian in der Boxeneinfahrt einen kürzeren weg als sonst gefahren." Die erste Messstrecke liegt in Singapur in einer Kurve. FIA-Mann Whiting glaubt nicht an diese Theorie: "Wir berechnen in diesem Segment den kürzest möglichen Weg, um im Zweifel für den Angeklagten entscheiden zu können."

Die Kommissare glauben, dass Vettel eine Spur zu spät gebremst hat. Whiting: "Die Fahrer wissen nicht exakt, wo die Induktionsschleife verlegt ist. Wer am Eingangspunkt zu schnell ist, kann das möglicherweise bis zum Ende des Segments nicht mehr aufholen, auch wenn der Tempomat auf unter 100 km/h eingestellt ist." Ein Ingenieur kann sich vorstellen, dass bei einem harten Bremsmanöver die Räder kurz blockiert haben, somit die Geschwindigkeit falsch berechnet wurde, was der Tempomat mit einem Überspeed ausgleicht. Sollte die Geschwindigkeit des Fahrzeugs dabei höher gewesen sein, als es an den Rädern gemessen wurde, hätte man sich selbst betrogen.

Auch Webber-Einspruch wurde abgeschmettert

Auch Mark Webber kam mit seiner Klage gegen die Strafversetzung um zwei Plätze in der sechsten Runde nicht weit. Der Australier hatte Fernando Alonso in der Startrunde außerhalb der Streckenbegrenzung überholt. Webber argumentierte, dass beide Autos mit vier Rädern die Strecke verlassen hätten, und dass Kimi Räikkönen in Spa für ein ähnliches Manöver nicht bestraft worden war. Charlie Whiting widerspricht: "Mark war am Kurveneingang eine Drittel Wagenlänge hinter Alonso. Also durfte er ihn nicht außerhalb der Strecke attackieren. Er hätte vom Gas gehen und sich hinter Alonso wieder einreihen können."

Der Vergleich mit Räikkönen ist laut Whiting nicht zulässig. "Es stimmt, dass Kimi in La Source einen Platz gewonnen hat, weil er außerhalb der Strecke fuhr. Sein direkter Gegner war aber Robert Kubica. Und der beschleunigte vor Kimi aus der Kurve. Räikkönen ist an Heidfeld und Trulli vorbei, aber nicht weil er die Strecke verlassen hat, sondern weil sich Heidfeld und Trulli auf der Innenspur in die Haare gekriegt und sich gegenseitig behindert hatten. Das war ihre eigene Schuld."

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