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FIA-Sparpläne

Budget-Obergrenze für 2010

Foto: Wolfgang Wilhelm 32 Bilder

Die FIA reagiert auf die anhaltende Wirtschaftskrise und die jüngsten Sponsorabgänge in der Formel 1. Für 2010 wurden nun vom Weltverband radikale Sparpläne angekündigt.

27.02.2009 Michael Schmidt

Der FIA-Weltrat soll am 17. März darüber entscheiden. "Diese Regeln werden die etablierten Teams, die noch ausreichende Rückendeckung von ihren Herstellern haben, nicht beeinträchtigen", heißt es in dem FIA-Schreiben. "Sie werden es aber neuen Teams ermöglichen, das Starterfeld in 2010 wieder aufzufüllen. Es wird möglich sein, für einen Bruchteil der heutigen Budgets eine Formel 1-Saison zu bestreiten und wettbewerbsfähig im Vergleich zu den etablierten Teams zu sein."

Die FIA will mit dieser Ankündigung einem möglichen Ausverkauf der Formel 1 vorbeugen. Mit Credit Suisse, ING und der Royal Bank of Scotland haben bereits drei große Geldgeber ihren Rückzug aus der Formel 1 angekündigt. Mit Honda ist auch der erste Hersteller verschwunden. Immer wieder kursieren Gerüchte, dass am Ende dieser Saison noch weitere Automobilhersteller die Reißleine ziehen, sollte das Autogeschäft nicht aus der Krise kommen.

Einstiegshürde für Privatteams senken

Es gibt aber auch positive Anzeichen. Ross Brawn hat ein Programm geschnürt, dass den ehemaligen Honda-Rennstall überleben lässt. In Amerika schmiedet USF1 Formel 1-Pläne. Die FIA nimmt das als Anlass, noch mehr Privatteams in die Formel 1 zu locken. Was sich hinter ihren "radikalen Sparplänen" verbirgt, ist noch geheim. Es sickert jedoch durch, dass FIA-Präsident Max Mosley nun seine alte Idee der Budgetobergrenze in die Tat umsetzen will. Notfalls gegen den Widerstand einiger Teams.

Die Zahl der Skeptiker schwindet jedoch mit den zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Mosleys alter Plan sieht so aus: Die FIA gibt eine Obergrenze des Budgets vor, und in diesem Rahmen genießen die Teams volle Freiheit. Dann müsste sich Frank Williams nicht mehr mit den anderen Teams darüber streiten, ob er seinen zweiten Windkanal nutzen darf oder nicht. Was er an Aufwand in die Aerodynamik steckt, müsste er an anderer Stelle einsparen. Mosley verteidigt seine Idee gegen die Kritiker: "Es ist das fairste aller Sparmodelle, den es belohnt denjenigen, der mit seinem Geld am klügsten umgeht."

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