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FIA-Vorschläge zum Spargipfel

Foto: Wolfgang Wilhelm

Der Motorsportweltverband FIA hat einen Tag vor der Sitzung mit den Formel 1-Teams in Genf Vorschläge zu den Themen Motoren und Kostenersparnis veröffentlicht.

20.10.2008 Tobias Grüner

Ganz oben auf der Agenda steht am Dienstag (21.10.) das Thema Kostensenkung. Teams sollten annähernd mit den Einnahmen aus den Prämien auskommen, so das Ziel der FIA. In Genf sollen die Teams eigene Vorschläge vorbringen und zu den Plänen der FIA Stellung nehmen.

Wie zuvor bereits bekannt wurde, favorisiert der Weltverband ab 2013 ein kleineres Aggregat, das mit einem Energierückgewinnungssystem (Wärme- und Auspuffenergie) ausgerüstet ist. Allerdings, so heißt es, sei man "völlig offen für neue Ideen".

Die einzigen Forderungen, die von der FIA aufgestellt werden lauten: Die Kosten für Entwicklung, Wartung und Produktion müssen gesenkt werden und Antriebe müssen zu einem geringen Preis auch den unabhängigen Teams zur Verfügung gestellt werden.

Für den Zeitraum 2010 bis 2012 hat die FIA drei Szenarios vorgeschlagen:

Option 1: Es gibt einen Einheitsmotor von einem einzigen Hersteller (nach Ausschreibung), den die bisherigen Herstellerteams nachbauen dürfen. Die identischen Nachbauten enthalten nicht das Getriebe und werden genau kontrolliert.

Option 2: Mehrere Teams erhalten zusammen einen Motor, der nach dem aktuellen Reglement von einem Hersteller gebaut wird. Unterschiede in der Leistung sollen durch genaue Kontrolle ausgeschlossen werden.

Option 3: Unabhängige Teams erhalten von Herstellerteams den kompletten Antriebsstrang für weniger als fünf Millionen Euro pro Saison, zu der auch 30.000 Testkilometer und Wartung gehören.

Ausgeglichene Motorleistung

Auch zum Thema Leistungssteigerung bei den aktuellen Antrieben hat die FIA einen Vorschlag. Da es einige Teams nicht ganz so genau mit dem Einfrieren der Motoren genommen haben, gibt es nun nicht zu übersehende Leistungsunterschiede. Diese sollen bereits 2009 wieder ausgeglichen werden. Wie das vonstatten gehen soll, will man nun in Genf genau besprechen.

Nicht nur die Motoren sollen beim großen Spargipfel im Mittelpunkt stehen. Auch beim Thema Chassis will man sich Gedanken machen, wie man mit Einheitsteilen Geld sparen kann. Auch beim Rennformat will man noch einmal Hand anlegen. Abstriche sollen bei Punkten wie z.B. der Telemetrie gemacht werden, die sowieso nicht im Interesse des Publikums stehen.

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