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FIA vs. Briatore

Weltverband kündigt Berufung an

Flavio Briatore 34 Bilder

Der Automobil-Weltverband FIA hat angekündigt, gegen das Urteil im Fall Flavio Briatore in Berufung zu gehen. Ein Pariser Zivilgericht hatte vor einer Woche die lebenslange Sperre gegen den ehemaligen Renault-Teamchef für unzulässig erklärt.

11.01.2010 Tobias Grüner

Flavio Briatore hat seinen Sieg vor Gericht eine Woche feiern dürfen, nun holt die FIA zum Gegenschlag aus. "Der Präsident hat sich mit dem FIA-Senat und seinen Anwälten über die Entscheidung des Tribunal de Grande Instance des Paris vom 5. Januar ausgetauscht und zusammen wurde einstimmig vereinbart, einen Einspruch vorzubreiten", heißt es in einem Statement des Weltverbands.

Briatore darf auch in der Zwischenzeit nicht wieder in die Formel 1 zurückkehren. Der Verband hält trotz des Urteils an der Sperre gegen den 59-Jährigen fest. Die Fahrer sollen allerdings nicht unter der unsicheren Lage leiden. Bis zum Urteil in der Berufung werden von Briatore gemanagte Piloten ihre Superlizenz behalten, auch wenn sie nicht demonstrativ von dem Italiener Abstand nehmen. Briatores Managementfirma betreut unter anderem Fernando Alonso, Mark Webber und Heikki Kovalainen.

FIA will alle Mittel ausschöpfen

Die FIA betonte, dass man sich durch das Urteil nicht beeinflussen lassen werde. Um die Rechtschaffenheit und die Sicherheit des Sports sicherzustellen, werden man alle notwendigen Mittel in Betracht ziehen, heißt es. Die Auseinandersetzung mit Briatore könnte sich wie es scheint also noch eine Weile hinziehen.

Die Warnungen von Briatores Anwalt Philippe Ouakrat verhallten beim Weltverband somit ungehört. "Die FIA hat null Chancen mit einer Berufung", meinte Ouakrat in der Vorwoche. Sein Mandant hatte die Vorwürfe in der Singapur-Affäre stets bestritten. Das Tribunal de Grande Instance in Paris hatte Briatores Sperre am vergangenen Dienstag ausgehebelt, weil die Beweislage aus Sicht der Juristen zu dünn war. Auch den Fünf-Jahres-Bann gegen den ehemaligen Renault-Chefingenieur Pat Symonds hatte das Gericht für ungültig erklärt.

Bauernopfer im Singapur-Skandal

Die FIA hatte Briatore als Drahtzieher für den manipulierten Unfall am 21. September 2009 verurteilt. Der Motorsport-Weltrat bezeichnete den fingierten Crash als Regelverstoß von "beispielloser Schwere". Briatore wurde für "unbegrenzte Zeit" aus allen FIA- Rennserien verbannt. Briatore sah sich als Bauernopfer. Während Renault, um dessen Ausstieg die Formel 1 bangte, mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davonkam, wurde vor allem er hart bestraft.

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