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FIA vs. F1-Teams

Differenzen im Sparprogramm

F1 Teamchefs Foto: Wolfgang Wilhelm 61 Bilder

Die Teamvereinigung FOTA hat mit einem eigenen Sparprogramm auf die Forderungen von FIA-Präsident Max Mosley geantwortet. Die Vorstellungen der beiden Parteien liegen aber nach wie vor weit auseinander.

09.01.2009 Michael Schmidt

Alle reden vom Sparen. Erst drohte FIA-Präsident Max Mosley den Teams in einem Brief einen verschärften Sparkurs an, dann trafen sich die Teamchefs um die eigenen Vorschläge zu präzisieren. Wer die Details genau analysiert, erkennt, dass FIA und FOTA nicht in allen Punkten gleicher Meinung sind.

Thema Motor: Mosley schlägt eine weitere Reduzierung der Drehzahl auf 17.000/min vor, um den Preis auf unter fünf Millionen Euro zu drücken. So könnten Getriebe und Motor als Einheit auf fünf Millionen kommen. Die Teams finden, dass bei fünf Millionen für den Motor das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Es gibt auch Widerstand gegen das erneute Absenken der Drehzahl.

Thema Getriebe: Mosley hält am Einheitsgetriebe fest. Die Teams wollen individuelle Kraftübertragungen, die ab 2010 allerdings sechs Rennen lang halten und nicht mehr als 1,5 Millionen Euro pro Saison kosten sollen.

Thema Aerodynamik: Mosley will eine Beschränkung auf einen Windkanal. Auf 60 Prozent-Modelle und auf Windgeschwindigkeiten von maximal 50 m/s. Das wird von den Teams unterstützt. Eine generelle Reduzierung der Arbeitsstunden im Windkanal auf 40 Stunden pro Woche lehnt die FOTA ab. Sie will die Windkanalzeiten mit den Computerkapazitäten verrechnen, um zu verhindern, dass Ausfälle im Windkanal durch CFD-Simulationen am Großrechner kompensiert werden. Dazu wurde eine Vergleichstabelle erstellt. Wer über einen Rechner mit einer Kapazität von 40 Terraflops (Gleitkommaoperationen pro Sekunde) verfügt, darf nicht länger als 40 Stunden in den Windkanal. Bei 20 Terraflops sind 60, bei zehn 70 Wochenstunden erlaubt.

Thema Testfahrten: Mosley will die 15.000 Kilometer-Grenze für alle Testfahrten und die Freitagstrainings ansetzen. Die Teams haben die Testrestriktionen wieder etwas aufgeweicht. Nach dem jüngsten Beschluss sind zusätzlich acht Aerodynamik-Tests auf dem Flugplatz erlaubt.

Thema Chassis: Mosley will eine Liste erstellen mit Komponenten, die standardisiert werden sollen. Dazu zählen auch Bremsbelüftungen und der Unterboden. Beim Unterboden jedoch sträuben sich die Ingenieure. Das ist ihr liebstes Spielzeug.

Der FIA-Präsident bilanziert: "Es ist im Interesse der Teams, das wir schnell und ohne Streit zu einer Lösung kommen. Wir sind beim Sparen radikaler als die Teams. Ich sehe da trotzdem keine gemeinsame Front gegen uns. Wir sitzen alle in einem Boot." Auf die Frage, wann das Reglement für 2010 feststehen muss, antwortet Mosley: "Spätestens Ende März, lieber aber früher. Die Teams sollen genug Zeit haben, sich darauf vorzubereiten."

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