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FIA legt neu Reifenregeln für 2016 fest

F1-Teams dürfen 10 der 13 Sätze bestimmen

Pirelli Ultrasoft - 2015 Foto: Pirelli 7 Bilder

In der Saison 2016 hat Pirelli 5 Reifentypen im Angebot. Pro GP-Wochenende werden 3 Mischungen bereitgestellt. Darunter kann auch Pirellis neuer Ultrasoft-Reifen sein. Der bereitet den Strategen schon jetzt Kopfzerbrechen.

03.12.2015 Michael Schmidt

Für die Strategen der Formel 1 wird es ein Fest. Oder ein Albtraum. Pirelli hat ab 2016 5 Reifentypen im Angebot und wird jeweils 3 davon an die Rennstrecke bringen. Darunter auf Kursen wie Monte Carlo, Montreal oder Sochi auch den neuen Ultrasoft-Reifen, der nach Aussagen der Teams rund 0,7 Sekunden schneller sein soll als die aktuelle Supersoft-Mischung. Der Reifen wird durch eine violette Aufschrift gekennzeichnet. Erste Prototypen testeten die F1-Teams am Dienstag (1.12.2015) in Abu Dhabi (>> siehe Artikel). Einen Tag später hat der FIA-Weltrat die neuen Reifenregeln abgesegnet.

F1-Teams dürfen 10 Reifensätze frei bestimmen

Die Fans werden sich etwas umstellen müssen. Von den 13 Reifensätzen, die ein Fahrer an einem GP-Wochenende einsetzen darf, werden 3 von Pirelli vorgeschrieben. 2 davon fürs Rennen. Sie können von unterschiedlicher Mischung sein. Einer dieser beiden Sätze muss während des GP gefahren werden. Dann bestimmt Pirelli noch eine Garnitur für den dritten Teil des Qualifyings. Von der weichsten Mischung, die am Wochenende gefahren wird.

Unter den restlichen 10 Sätzen haben die Teams freie Wahl. Sie können sich die 3 im Angebot stehenden Mischungen frei aufteilen. Es darf auch zwischen den Fahrern frei unterschieden werden. Je nach Fahrstil, Vorlieben oder Strategie können die Teams die Reifen für ihre Piloten bestellen.

Geordert wird bei der FIA. Der Weltverband setzt für die Bestellung jeweils eine Deadline und gibt die Wünsche an Pirelli weiter, damit der Reifenlieferant die entsprechende Anzahl backen kann. Sollte ein Rennstall zu spät bestellen, entscheidet die FIA über die Reifengarnituren. Das Geheimnis, wer welche Gummis bestellt hat, wird erst zwei Wochen vor dem jeweiligen Rennen gelüftet.

Was bleibt: Eine Garnitur muss im ersten Training nach 40 Minuten zurückgegeben werden. Für die Fahrer, die es ins Q3 schaffen, gibt es einen zusätzlichen Satz. Und in einem Trockenrennen müssen mindestens zwei unterschiedliche Reifentypen gefahren werden.

Die Qual der großen Auswahl

Die große Auswahl kann auch eine Qual sein. Da stellen sich viele Fragen: Wie viele Sätze von welcher Mischung ordert man vor den Rennen bei der FIA an? Wann setzt man diese Reifen ein? Und mit welcher Taktik geht man ins Q2 bei den Rennen, bei denen der Ultrasoft-Reifen zur Auswahl steht?

Hier sieht Force India-Teammanager Andy Stevenson ein Problem: "Im Q2 wird man den Ultrasoft-Reifen brauchen, um ins Q3 zu kommen. Das heißt aber, dass du auf diesen Reifen starten musst. Das könnte denen, die ab Platz 11 ihre Reifen für den Start frei wählen dürfen, einen großen Vorteil in die Hände spielen. Wenn die Q3-Teilnehmer nach fünf Runden an die Boxen müssen, fallen sie hinter die ganze Gruppe aus dem Q2."

Kollege Beat Zehnder von Sauber sieht darin einen Reiz: "Da werden einige freiwillig mit dem mittleren Reifentyp ins Q2 gehen und in Kauf nehmen, dass sie nicht ins Q3 aufrücken." Pirelli will mit dem Ultrasoft-Reifen keinen Minutenbrenner abliefern. Er soll deutlich schneller als der Supersoft-Reifen sein, aber sich nicht gleich nach ein paar Runden auflösen.

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