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USF1 vor dem Ende

FIA will Lösung noch vor Saisonbeginn

Ken Anderson und Peter Windsor Foto: USF1 68 Bilder

Die FIA will den Fall USF1 noch vor Saisonbeginn lösen. Der Verband bleibt bei seiner Forderung, dass die 13 genannten Teams bei allen 19 Grand Prix antreten müssen. Um sich beim Saisonauftakt in Bahrain keine Blöße zu geben, wird die Baustelle USF1 jetzt mit Nachdruck untersucht.

24.02.2010 Michael Schmidt

Spione aus Charlotte pfeifen es vom Dach. FIA-Rennleiter Charlie Whiting wird in der Fabrik des amerikanischen Formel 1-Rennstalls USF1 zur Inspektion erwartet. Das könnte der letzte Schritt auf dem Weg zum Ende des amerikanischen Formel 1-Traum sein.

Whiting soll sich vor Ort ein Bild machen, ob die Spekulationen rund um die Truppe von Ken Anderson der Wahrheit entsprechen. Und die besagen: Das Team hat weder ein Auto noch Geld.

USF1 droht Entzug der Lizenz

Andersons Antrag, die ersten vier Rennen zu pausieren, findet in Paris keine Zustimmung. Die FIA fährt mit den Neulingen einen harten Kurs. Wer ein Rennen ohne triftige Gründe wie höhere Gewalt auslässt, dem drohen Sanktionen. Die können eigentlich nur lauten: Entzug der Bewerberlizenz.

Der Weltverband interpretiert das Concorde Abkommen dahingehend, dass jedes Team bei jedem Rennen antreten muss. Das ist kein Widerspruch zu der Ansicht von Bernie Ecclestone, wonach es einem Team gestattet sei, drei Rennen auszulassen. Ecclestone bezog sich lediglich auf eine Klausel im Concorde Abkommen, die sich auf finanzielle Sanktionen bezieht. Die Inhaber der kommerziellen Rechte können einen Bewerber erst dann bestrafen, wenn er mehr als drei Rennen fernbleibt.

Rechtsstreit nach Bahrain?

Die FIA will im Fall USF1 eine klare Linie vertreten und die Sache wenn möglich ohne großen Trommelwirbel zu einem Ende bringen. Das schlimmste wäre ein Szenario, in dem die Rennkommissare in Bahrain Strafen androhen, sollte USF1 dort nicht entweder gar nicht erscheinen oder mit nicht regelkonformen Autos antreten. Das könnte eine Prozesswelle nach sich ziehen. Nach den monatelangen Streitereien um den Doppeldiffusor ist die FIA geheilt. Bloß keine Kontroversen gleich zu Saisonbeginn.

Sollte USF1 seine Bewerberlizenz zurückgeben, wird der Verband den 13. Startplatz neu ausschreiben. Da bei den Kandidaten dann erst eine Geschäftsprüfung ansteht, können mindestens zwei Wochen ins Land gehen, bis eine Alternative gefunden ist.

Stefan GP in Bahrain wohl nicht am Start

Damit ist ein Einsatz von Stefan GP, dem aussichtsreichsten Kandidaten auf der Nachrückliste, in Bahrain eher unwahrscheinlich. Ganz einfach, weil allen Beteiligten wegen den notwendigen Formalitäten die Zeit davon läuft. Aber offenbar steht Paris auf dem Standpunkt: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Auch zu dem Preis, dass Team Nummer 13 erst beim dritten oder vierten Grand Prix sein Debüt geben kann.

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