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FIA reagiert nach Kanada-Qualifikation

Neue Regel für Hamilton-Fall

Lewis Hamilton Foto: dpa 22 Bilder

Lewis Hamilton durfte trotz zweier Regelverstöße auf seiner Pole Position bleiben. Die Konkurrenz empfand die 10.000 Dollar-Strafe für McLaren als zu gering für die Vergehen. Die Regelhüter wollen jetzt Klarheit schaffen.

13.06.2010 Michael Schmidt

Lewis Hamilton kam aus seiner schnellsten Trainingsrunde nicht zurück. Der McLaren-Pilot stellte den Motor seines McLaren-Mercedes einen Kilometer vor den Boxen nach einem Befehl vom McLaren-Kommandostand ab. Man hatte Angst, dass sonst nicht mehr die für einen Benzincheck geforderte Mindestmenge von einem Liter im Tank sein würde.

Die Konkurrenz kochte. Hamilton hätte sich damit zwei Kilogramm Benzin erschwindelt. Antwort von McLaren: "Lewis wäre auch mit zwei Kilo mehr an Bord auf die Pole Position gefahren." Trotzdem verstieß McLaren gegen zwei Paragrafen.

Hamilton überschreitet Zeitlimit

Es ist verboten, freiwillig auf der Strecke zu bleiben. Und die Fahrer müssen im Top Ten-Finale bei jeder Runde eine bestimmte Mindestzeit einhalten. Sie bewegt sich bei 120 Prozent der durchschnittlichen Rundenzeiten im dritten freien Training. Der Wert bezieht sich auf den Abschnitt zwischen den beiden Safety-Car-Linien am Eingang und Ausgang der Boxengasse.

Hamilton hätte diese Mindestzeit nie einhalten können, selbst wenn er bis an die Boxen zurück gefahren wäre. Allein für den zweiten Streckensektor brauchte er 55 Sekunden. Im Renntempo fährt man die Passage in 24 Sekunden. Die Regel wurde aus Sicherheitsgründen eingeführt. Man will verhindern, dass langsame Fahrzeuge ein gefährliches Verkehrshindernis darstellen.

Hamilton keine Gefahr für andere

Die FIA-Kommissare begründeten das milde Strafmaß von 10.000 Dollar damit, dass Hamilton zu dem Zeitpunkt am Ende von Q3 das letzte Fahrzeug auf der Strecke gewesen sei. Er konnte also niemanden mehr gefährden.

In einer Sitzung mit den Teammanagern kündigte Rennleiter Charlie Whiting an, dass die FIA die Regel präzisieren möchte, um Nachahmungstäter abzuschrecken. Wer in Zukunft ohne Grund stehen bleibt, muss sich vor den Sportkommissaren verantworten. Die haben dann die Möglichkeit, den betreffenden Fahrer um bis zu drei Startplätze nach hinten zu versetzen.

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