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Formel 1: Monaco-Strafe gegen Schumacher

FIA will Safety-Car-Regeln präzisieren

Safety-Car Monaco 2010 Foto: xpb 30 Bilder

Nach den Diskussionen um das Überholmanöver von Michael Schumacher in Monaco hat die FIA zugegeben, dass die Regeln in diesem Fall deutlicher formuliert werden müssen. Schon bei der nächsten Sitzung des Weltrats soll das Reglement angepasst werden.

20.05.2010 Tobias Grüner

Nach dem Rennen in Monaco schlugen die Wellen im Fahrerlager von Monaco hoch. War der Überholvorgang von Michael Schumacher in der allerletzten Kurve erlaubt oder nicht? Im Mercedes-Motorhome war man sich sicher, korrekt gehandelt zu haben. Bei Ferrari forderte man dagegen eine Strafe gegen den Deutschen.

Doch auch ein Blick ins Reglement konnte den Streit nicht schlichten. Die Befürworter einer Strafe zitierten Artikel 40.13, der besagt, dass in der letzten Runde unter Safety-Car nicht mehr überholt werden darf. Die Pro-Schumacher-Fraktion hielt mit Paragraph 40.11 dagegen, der ein Überholen ab der Safety-Car-Linie erlaubt, sobald das Rennen wieder freigegeben ist. Missverständliche Meldungen und Signale der Rennleitung nahmen die selbsternannten Mercedes-Anwälte ebenfalls in ihre Argumentation auf.

Reglement nicht eindeutig genug

Am Ende nützte es allerdings nichts. Michael Schumacher wurde bestraft und aus den Punkten geworfen. Einen möglichen Einspruch gegen das Urteil zog Mercedes in letzter Sekunde zurück. Da dürfte es nur ein schwacher Trost sein, dass jetzt auch der Automobil-Weltverband (FIA) zugibt, dass der Fall nicht ganz eindeutig ist.

"Die Probleme, die in der letzten Runde des GP Monaco aufgetreten sind, haben gezeigt, dass das Überholen hinter dem Safety-Car nach den Regeln nicht klar genug verboten ist", ließ die FIA am Donnerstag (20.5.) in einem Statement zu dem Fall verlauten. Deshalb soll jetzt nachgebessert werden.

Reglement wird zügig nachgebessert

"Anpassungen des Reglements sind notwendig, um deutlich zu machen, dass sich Autos in der letzten Runde einreihen müssen, wenn das Rennen durch ein Safety-Car neutralisiert ist und um sicherzustellen, dass die Signale an die Teams und die Fahrer klarer werden. Diese Nachbesserungen werden dabei helfen, dass Probleme wie in Monaco in der Zukunft vermieden werden."

Die Änderungen sollen so schnell wie möglich in den Regelkatalog aufgenommen werden. "Die F1-Kommission wird auf Antrag der Arbeitsgruppe Sport einen Anhang zum sportlichen Reglement vorbringen, um das Thema anzustoßen. Über diese Anhänge wird der FIA-Weltrat beim nächsten Treffen in Genf (23. Juni) beraten."

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