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Fisichella ersetzt Badoer bei Ferrari

Fisichellas Traum erfüllt: Rennen für Ferrari

Giancarlo Fisichella Foto: Force India 56 Bilder

Für Giancarlo Fisichella wird ein Traum wahr. Der 36-jährige Italiener fährt in seiner 14. Formel 1-Saison endlich für Ferrari. Als Ersatz für Ersatzpilot Luca Badoer. Der Einsatz ist für fünf Rennen begrenzt. Danach wird Fisichella offiziell Ferrari-Testfahrer.

03.09.2009

Giancarlo Fisichella musste 224 Grand Prix bestreiten, bis ein alter Traum für ihn wahr wird. Der Italiener fährt für Ferrari. Er ersetzt in den letzten fünf Rennen den enttäuschenden Massa-Ersatz Luca Badoer. Danach wird Fisichella für die kommenden drei Jahre bis einschließlich 2012 Badoers Position als offizieller Test- und Reservefahrer wahrnehmen.

Fisichella war der logische Kandidat für die Nachfolge seines Landsmann Badoer. Der Römer hat sich mit seinem zweiten Platz am vergangenen Wochenende in Spa geradezu empfohlen. Er hat die Ruhe, den Druck wegzustecken, ausgerechnet in Monza für Ferrari zu debütieren. Und er hat die Erfahrung, auf die Schnelle sich einem neuen Rennauto und dem Hybridantrieb anzupassen. Fisichella muss niemanden mehr etwas beweisen. Seine Zukunft bei Ferrari ist abgesichert.
 
Liuzzi wird Fisichella wahrscheinlich bei Force India ersetzen
 
"Ich bin in der Lage, die Punkte für Ferrari zu holen, die sie brauchen, um in der Konstrukteurs-WM Platz drei zu verteidigen", erzählte der Edelfan des AS Rom am Wochenende in Spa. Seinen Platz bei Force India wird vermutlich Testfahrer Vitantonio Liuzzi einnehmen. Der Italiener hat in seinem Vertrag eine Zusage über Renneinsätze. Die kann jetzt eingelöst werden.
 
Force India stellte in einer Pressemitteilung klar, dass mit dem Transfer keinerlei Zahlungen verbunden sind. In Spa war bekannt geworden, dass der indisch-englische Rennstall Ferrari noch Geld für die Motorenlieferung bis Ende 2008 schuldet. Es soll sich um 4,5 Millionen Euro handeln. Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali hatte Force India bereits in Spa klar gemacht, dass der Freundschaftsdienst mit Fisichella, sollte er denn eintreten, nicht mit den Motoren verrechnet werden kann.
 
Ferrari versuchte parallel Robert Kubica von BMW loszueisen
 
Force India-Teamchef Vijay Mallya zeigte sich generös: "Es ist für jeden Italiener ein Traum, für Ferrari zu fahren. Dem wollten wir nicht im Wege stehen. Außerdem steht Giancarlo vor einer langfristigen Zukunft mit Ferrari. Es wäre unfair von uns gewesen, das zu torpedieren." Auch Mallya betonte, dass kein Geld geflossen ist: "Das ist eine positive Story für die Formel 1. Deshalb haben wir sie unterstützt."
 
Der Fisichella-Deal nahm erst in den letzten 24 Stunden Realität an. Ferrari hatte parallel versucht, Robert Kubica von BMW loszueisen. Die erste Anfrage machte bei BMW-Sauber in Hinwil wenig Eindruck. Der Rennstall hat seine eigenen Probleme. Das Team sucht nach dem Rückzug von BMW einen Käufer. Da sind gute Resultate wie zuletzt in Spa die beste Eigenwerbung. Robert Kubica und Nick Heidfeld holten mit den Plätzen vier und fünf insgesamt neun WM-Punkte, so viele wie in den ersten elf Rennen zusammen. Kubica abzugeben würde das Team schwächen.
 
Doch zuletzt zeichnete sich für die Truppe aus der Schweiz eine Lösung ab. Der Verkauf des Teams soll in den letzten Zügen liegen. Zwei entscheidende Punkte in dem Paket sind der Hauptsponsor und der Motor. Man hört, dass der malayische Ölkonzern Petronas als Sponsor an Bord bleibt. Und mit der Freigabe für Kubica an Ferrari gäbe es im nächsten Jahr verbilligte Motoren aus Maranello für den Nachfolgerennstall. Mit diesen zwei Eckpfeilern in der Hinterhand ist das Sauber-Team für die Investoren, die BMW und Peter Sauber gefunden haben, doppelt attraktiv. Deshalb wäre BMW auch bereit gewesen, Kubica an Ferrari abzugeben.

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