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Flavio Briatore

Budgetgrenze erst in zwei Jahren

Renault R29 Foto: Renault F1 12 Bilder

Renault-Teamchef Flavio Briatore ist eine treibenden Kräfte hinter den Sparplänen. Trotzdem hält es der Italiener noch für zu früh, jetzt eine Budgetobergrenze einzuführen.

19.01.2009 Michael Schmidt

Flavio Briatore ist einer der wenigen, die sich im Formel 1-Zirkus noch einen klaren Blick bewahrt haben. Mit den bisher erzielten Fortschritten ist der Renault-Teamchef zufrieden: "Es geht gut voran mit unseren Sparmaßnahmen. Wenn wir die neuen Aerodynamikregeln umsetzen sparen wir 50 Prozent der Kosten."

Laut Briatore ist es ein Geben und Nehmen. "Einige Teams geben beim Windkanal etwas ab, wir bei unserem Supercomputer. Wir fahren ihn jetzt mit 20 Terraflops (Gleitkommaoperationen pro Sekunde). Das ist weniger als die Hälfte der Kapazität, die er leisten könnte."

Ja zur Budgetgrenze

Auch Briatore hält eine Budgetobergrenze für die beste Lösung aller Probleme, allerdings käme sie jetzt noch zu früh. "Im Moment müssten wir noch auf zu vielen Gebieten das Budget überwachen. Deshalb versuchen wir erst einmal unsere Ausgaben in den verschiedenen Bereichen herunterzufahren. Für Motor, Getriebe und Aerodynamik gibt es bereits abgespeckte Regeln. Jetzt nehmen wir uns noch das Chassis vor. Wenn das Paket komplett geschnürt ist, können wir eine Budgetgrenze festsetzen. In zwei Jahren sollten wir soweit sein."

Die verbalen Seitenhiebe, die FOTA-Chef Luca di Montezemolo, Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Max Mosley derzeit austauschen, hält Briatore für überzogen: "Wir haben jetzt wirklich wichtigere Probleme. Die Herren reden zuviel. Es wäre besser, wenn wir alle gemeinsam das Schiff wieder auf Kurs bringen."

Forderung nach Hybrid-Standard

Zu KERS fällt dem KERS-Hasser Briatore nur eines ein: "Wir brauchen ein Standardsystem, das kostengünstig zu kaufen ist. Im Augenblick muss ich unserem Kunden Red Bull neben der Motorrechnung noch eine KERS-Rechnung schicken. Eigentlich wollten wir sparen."

Der Hinweis von Max Mosley, dass die Teams mit ihrer Batterielösung in die falsche Richtung gearbeitet hätten, kommt beim Teamchef von Renault nicht gut an. "Max hat uns das KERS eingebrockt. Jetzt sollen die Teams daran schuld sein, dass wir das falsche System einsetzen."

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