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Flavio Briatore

Der Playboy muss abdanken

Briatore & Girls Foto: dpa 34 Bilder

Weltmeister-Macher, Teamchef, Playboy, Selfmade-Millionär, Diskotheken- und Fußballclub-Besitzer: Flavio Briatore zählte zwei Jahrzehnte lang zu den schillerndsten Figuren im Formel-1-Zirkus. Die Frauenwelt wird ihn vermissen. Max Mosley wohl eher weniger.

16.09.2009

Er führte Michael Schumacher (1994 und 1995) und Fernando Alonso (2005 und 2006) zu je zwei WM-Titeln in der "Königsklasse". Doch mit seinen angeblichen oder tatsächlichen Affären mit Topmodels wie Naomi Campell und Heidi Klum sorgte der 59 Jahre alte Italiener für genauso viele Schlagzeilen.

Von der Mode in die Formel 1

Der Aufstieg des Sohnes eines Lehrer-Ehepaares begann in den 80er-Jahren. Er hatte als Landvermesser, Barkeeper, Skilehrer und Versicherungsagent gearbeitet, ehe er Geschäftsmann wurde. Dabei geriet er auch mit der italienischen Justiz in Konflikt.

Hilfe kam von Luciano Benetton. Für den Modeunternehmer baute Briatore in den USA ein Filialnetz auf. 1988 schickte Benetton ihn zu seinem Formel-1-Rennstall. Sein größter Schachzug war dabei die Verpflichtung von Michael Schumacher. Die coole Art des Italiener passte hervorragend in das Haifischbecken Formel 1. Sogar F1-Boss Bernie Ecclestone gab sich gerne mit dem Machtmenschen Briatore ab.

Ein Skandal zu viel

Als 2000 Renault das Team übernahm, machte der französische Konzern Briatore erneut zum Teamchef. Mit Fernando Alonso entdeckte er wieder ein Ausnahmetalent, der dem Italiener wie schon Schumacher zwei WM-Titel bescherte. Briatore wurde nach und nach zu einem der mächtigsten und einflussreichsten Manager in der PS-Branche.

Dabei eckte der Gigolo mit dem etwas lustig klingenden Englisch immer wieder an. Er sorgte immer wieder für Affären durch unfaire Tricks. Als sich die Formel 1-Teams 2010 von der FIA und Ecclestone abspalten wollten, nahm Briatore das Heft in die Hand. Als einer der Rädelsführer verscherzte er es sich mit Max Mosley. Auch Ecclestone war nicht mehr gut auf seinen alten Kumpel zu sprechen, nachdem sich Briatore schon für den Posten des neuen Serienpromoters bewarb. Der "Singapur-Skandal" war dann ein Skandal zu viel und willkommene Gelegenheit seiner ehemaligen Weggefährten, Rache zu üben.

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