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Flavio Briatore

"Müssen konzentriert bleiben"

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Flavio Briatore glaubt nicht, dass die WM für Renault schon gewonnen ist. Der Teamchef der Blaugelben erklärt im Interview, wie er Ferrari hinter sich halten will, warum er glaubt, dass Michael Schumacher weiterfährt, und was er von den nachrückenden Piloten hält.

13.07.2006

Befürchten Sie, dass Fernando Alonsos fünfter Platz in Indianapolis Ihr Ziel Titelgewinn negativ beeinflussen kann?

Briatore: "Ich denke, der fünfte Platz hat uns vier wertvolle Punkte eingebracht. Man kann nicht jedes Rennen gewinnen, und wenn es nicht geht, muss man das erkennen und das maximal Mögliche erreichen. In Indy waren das die Plätze drei und vier - und wir wurden Dritter und Fünfter. Das zeigte, dass das Team stark ist und alles gibt. Wir werden in Magny-Cours wieder zurückkommen."

Sehen Sie Ferrari und speziell Michael Schumacher nach dem Sieg beim Großen Preis der USA stärker als in der ersten Saisonhälfte und vielleicht sogar besser als Renault und Alonso?

Briatore: "Ferrari war schon unser stärkster Rivale und hat uns in vielen Rennen Druck gemacht. Wir haben gewonnen, und sie waren Zweiter oder umgekehrt. Nach dem Punktestand mag die Sache komfortabel für uns aussehen, aber das entspricht nicht der Realität. Jedes Rennen ist eine neue Herausforderung, die bestanden werden muss. Dafür müssen wir konzentriert bleiben und das Maximale geben, um das zu schaffen."

Was erwarten Sie beim Renault-Heimrennen?

Briatore: "Wir wollen da gewinnen - für Renault, für Michelin, für Elf und für alle Angestellten der Renault-Gruppe. Es ist wichtig, in Magny-Cours eine starke Vorstellung zu bieten, zu zeigen, dass sich das Kräfteverhältnis nicht verschoben hat. Wir müssen Ferrari unter Druck setzen und sie ständig bekämpfen. Ich glaube, wir können von der Reifenseite her ein eher normales Rennen erwarten, bei dem Michelin wieder seinen exzellenten Job wie während des ganzen Jahres fortsetzt."

Mit welchen technischen Weiterentwicklungen wird Renault beim Großen Preis von Frankreich antreten?

Briatore: "In Magny-Cours haben wir eine gute Ausbaustufe unseres Motors. Neue aerodynamische Teile kommen zum Großen Preis von Deutschland. Das Team hat die Weiterentwicklung ständig aggressiv vorangetrieben, und das werden wir bis zum Saisonende so weiter machen."

Es ist noch offen, wer 2007 neben Giancarlo Fisichella Renaults zweiter Fahrer wird. Einige Experten sagen, es wird ihr Testfahrer Heikki Kovalainen. Einige sagen, Sie hoffen immer noch darauf, Kimi Räikkönen zu bekommen. Haben Sie sich in dieser wichtigen Frage schon entschieden, und wann werden Sie den Namen bekannt geben?

Briatore: "Wir arbeiten noch an unseren Optionen. Renault ist ein starkes Team, das Fahrern die Chance gibt, Weltmeister zu werden. Das ist eine interessante Sache für jeden guten Fahrer. Wir teilen unsere Pläne mit, wenn sie fertig sind. Wir stehen unter keinerlei Zeitdruck und wir haben uns Giancarlos Erfahrung schon für nächstes Jahr gesichert. Das ist ein wichtiges Element von Kontinuität."

Sie kennen Michael Schumacher sehr gut und haben die ersten beiden WM-Titel mit ihm geholt. Gehen Sie davon aus, dass er seine Karriere fortsetzen wird?

Briatore: "Mein Instinkt sagt Ja, er wird das tun."

Glauben Sie, dass Alonso Schumachers beeindruckende Rekorde eines Tages brechen kann?

Briatore: "Das hängt davon ab, ob er das Auto dafür hat. Michael war in einer unglaublichen Situation, in der er das beste Auto hatte, manchmal mit starken Gegnern, manchmal ohne. Er hatte ein stabiles Team und konnte viele Erfolge genießen. Es wird sehr schwer, diese Rekorde zu übertreffen, aber Fernando hat sicher das Talent dazu. Mal sehen, ob er dafür die Bedingungen hat."

Sehen Sie irgend einen Fahrer der neuen Generation mit einem vergleichbaren Potenzial wie Schumacher, Alonso und Räikkönen?

Briatore: "Ich weiß nicht. Das ist schwer zu beurteilen, bevor sie in der Formel 1 fahren. Es gibt einige sehr talentierte junge Fahrer wie beispielsweise Kovalainen oder (Lewis) Hamilton, die eine Chance verdient haben. Kovalainen macht für uns einen sehr guten Job, er testet, fährt und lernt viel. Aber die echte Prüfung erfolgt im Rennen, wenn man den Druck eines Grand Prix hat. Da werden wir die exakte Antwort bekommen."

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