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Flitzer im China-Training

Ferrari-Fan stürmt die Zielgerade

Flitzer - Formel 1 - GP China - Shanghai - 10. April 2015 Foto: ams 97 Bilder

Das Freie Training von China ist von einem gefährlichen Zwischenfall gestört worden. Ein offenbar geistig verwirrter Mann ist bei laufendem Fahrbetrieb über die Zielgerade gerannt. Es ist nicht das erste Mal, dass Passanten auf der Formel 1-Strecke unterwegs waren.

10.04.2015 Tobias Grüner

Deutsche Formel 1-Fans fühlten sich im ersten Shanghai-Training wohl an das Hockenheim-Rennen im Jahr 2000 erinnert. Auch damals war ein Mann auf der Strecke unterwegs, während die Formel 1-Autos um ihn herumrasten. Damals war es ein gefeuerter Mercedes-Mitarbeiter, der auf sein Schicksal aufmerksam machen wollte. Genau wie ein irischer Priester, der 2003 in Silverstone unterwegs war.

In Shanghai hatte der Mann, der 15 Minuten nach dem Start der zweiten Sitzung von der Haupttribüne quer über die Zielgerade rannte und mit einem Hechtsprung die Boxenmauer erklomm, offenbar keine wichtige Message im Gepäck. Er wollte einfach zu Ferrari und sich in ein Auto setzen, berichtete ein FIA-Pressesprecher.

Wie der Mann genau auf die Zielgerade gelangte, ist unklar. Von der Tribüne musste er erst einen Zaun überwinden und in einen Graben springen. Von dort ist die Strecke durch den hohen FIA-Schutzzaun abgetrennt. Anstatt oben drüber zu klettern könnte der Flitzer durch die Lücke am Marshall-Posten gestürmt sein. Nur eines ist klar: Aufgehalten hat ihn niemand.

In der Boxengasse angekommen wurde allerdings nichts aus der erhofften Sprtitztour in einem Ferrari. Bevor der Mann Sebastian Vettel oder Kimi Räikkönen zu Nahe kam, wurde er von Marshalls und Boxengassen-Security überwältigt und in Gewahrsam genommen. Anschließend wurde er der Shanghaier Polizei übergeben, die ihn schließlich in Handschellen abführte.

Hülkenberg begegnet Flitzer bei 270 km/h

Ungefährlich war die Aktion nicht. Der offenbar geistig verwirrte Fan war genau zwischen dem Sauber von Marcus Ericsson und Nico Hülkenberg auf die Strecke gerannt. "Ich habe ihn gleich gesehen, dachte aber zuerst, dass es ein Marshall sei, der über die Strecke läuft", erklärte der Force India-Pilot die Situation aus seiner Sicht.

Für seine kleine Stunt-Einlage suchte sich der Mann auch noch eine der schnellsten Stellen der Strecke aus. Nach Schätzung von Hülkenberg haben die Autos Mitte der Zielgeraden rund 270 km/h drauf. Viel Zeit zum Reagieren bleibt da nicht mehr. Zum Glück hielt sich der Fahrbetrieb zu Beginn der Session noch in Grenzen.

Auch 2000 in Hockenheim und 2003 in Silverstone kamen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon. Ein Name wird wohl ewig mit Formel 1-Flitzern in Verbindung gebracht. Rubens Barrichello gewann zufällig genau die beiden erwähnten Rennen mit Flitzer-Beteiligung.

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