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Flügelaffäre

Auch Renault unter Verdacht

Foto: Daniel Reinhard 56 Bilder

Die FIA will sich nicht nur die Flügel bei Ferrari noch einmal genauer anschauen. Chef-Kommissar Charlie Whiting hat auch Renault im Visier. Bei Ferrari droht eine Nachbesserung des hinteren Leitwerkes.

15.03.2006 Markus Stier

Bei der Sportbehörde FIA war die Technik-Abteilung leicht überrascht, dass Renault so schnell in der Lage war, Simulationsrechnungen über die Ferrari-Heckflügel durchzuführen. Während Renault-Teamchef Flavio Briatore und sein Chefingenieur Pat Symonds offiziell die Bestrafung der Roten forderten, nahm FIA-Kimmissar Charlie Whiting auch die Protestler ins Visier.

Der Brite hält den oberen Teil der Seitenplatten am Heckflügel des Renault R26 für etwas filigran geraten. Bei der Sporthoheit ist man sich nicht sicher, ob die hinten eingekerbten Teile sich unter dem Winddruck auf dem oberen Flap nicht durchbiegen und somit den Luftwiderstand verringern könnten.

Zwingt die FIA Ferrari zum Umbau?

Aber trotz Freispruch in Bahrain ist auch über den Ferrari das letzte Wort noch nicht gesprochen. Fast alle Teams stützen den oberen Flap auf dem Hauptflügelblatt ab, damit er sich nicht durchbiegt. Die FIA erwägt, auch Ferrari zur Installation solcher Stützen zu nötigen.

Renault-Ingenieur Symonds hatte bemängelt, dass der Ferrari-Trick mit den aktuellen Messmethoden der FIA nicht aufzudecken sei. Da sich die beiden Flügelelemente überdecken, sind Film- und Fotobeweise nicht möglich.

Topspeed-Messungen beweisen nichts

Die Auswertung der Topspeed-Messungen in Bahrain beweist alles oder nichts. Im Qualifying war Fernando Alonso im Renault (305 km/h) der schnellste Mann vor Michael Schumacher (304,8 km/h). Dessen Teamkollege Felipe Massa lag jedoch mit 299,5 km/h nur auf Rang acht.

Im Rennen war dagegen Massa der schnellste Fahrer auf der Zielgeraden (311,6 km/h). Michael Schumacher war mit 308,4 km/h einen Hauch schneller als Fernando Alonso (308,3 km/h). Vor den beiden WM-Führenden lag allerdings Nick Heidfeld im BMW. Er kam auf 309,7 km/h.

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