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Flut von Motor-Wechseln

Auch Vettel braucht neuen Motor

Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 16. April 2015 Foto: ams 17 Bilder

Alle reden über den hohen Motorenverbrauch von Renault und Honda. Aber auch bei Mercedes und Ferrari gibt es Probleme. Mit einem Phänomen haben alle zu kämpfen. Höhere Ladedrücke und gesteigerte Drehzahlen machen Kolben, Laufbuchsen, Zylinderkopfdichtungen und Motorblöcken das Leben schwer.

16.04.2015 Michael Schmidt

Die Renault-Teams Red Bull und Toro Rosso treten in Bahrain mit der dritten von vier Antriebsquellen an. Die Schäden von China sind geklärt. Im Gegensatz zur ursprünglichen Annahme haben sie einen unterschiedlichen Hintergrund. Was die Aufgabe nicht einfacher macht. Bei Daniil Kvyats Motor rieb sich ein Kolben in der Laufbuchse fest. Bei Max Verstappen verabschiedete sich ein Kolbenbolzen. In beiden Fällen sollen danach auch die Turbolader in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Bei Daniel Ricciardos vorsorglich getauschten zweiten Motor bestätigte sich die Vermutung: Die Zylinderlaufbuchsen weisen Risse auf. Dieses Problem ist nicht neu. Renault hat bei allen dritten Antriebseinheiten bereits Vorkehrungen dagegen getroffen. Wie beim Stirnradsatz, der Ricciardo in Melbourne nach 48 Kilometern zu Bruch ging. Nur die Kolben sind noch auf dem alten Stand. Was kein Ruhekissen ist.

Motor-Probleme 2015 betreffen Kolben, Laufbuchsen und Blöcke

Honda scheint die Probleme mit der Welle der MGU-K einigermaßen im Griff zu haben. In China gab es diesbezüglich keine Klagen. Aber die Japaner trauen sich auch noch nicht, den Motor voll aufzudrehen. Man fährt mit 80 PS unter dem Zielwert.

Renault schraubt die Drehzahl aus Sicherheitsgründen zurück. Man hört es dem Motor an. Im Gegensatz zu Ferrari und Mercedes ist der Sound nicht lauter geworden. Trotzdem tritt das befürchtete Klopfen, also eine unkontrollierte Verbrennung auf.

Mercedes-Motorschaden bei Hülkenberg

Renault und Honda gelten als die Sorgenkinder im Feld. Doch auch bei Mercedes und Ferrari läuft nicht alles rund. Nico Hülkenberg stoppte ein kapitaler Motorschaden in Shanghai. Die Kurbelwelle des Mercedes V6-Turbo brach in zwei Hälften, nachdem sich offenbar ein Ausgleichgewicht gelöst hatte.

Die Motoren sind in diesem Jahr zerbrechlicher als 2014. Was daran liegt, dass alle die Drehzahl und den Ladedruck erhöht haben, um aus dem Verbrennungsmotor mehr Leistung zu holen. Bei ähnlich effizienter Verbrennung. Genau das gibt Kolben, Laufbuchsen, Zylinderkopfdichtungen und Motorblöcken den Rest. Auch Mercedes und Ferrari können die Physik nicht austricksen.

Ferrari plant in Bahrain ersten Motor-Wechsel

Bei der FIA häufen sich Anfragen, genau in diesen Bereichen nachrüsten zu dürfen. Ohne Einsatz von Token. Es handelt sich um Maßnahmen zur Verbesserung der Standfestigkeit.

Mercedes will noch mit dem ersten Motor über das Bahrain-Wochenende kommen. Doch von Ferrari hört man, dass Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen im Verlauf des Wochenendes den jeweils zweiten Sechszylinder (ICE) eingebaut bekommen. Angeblich, weil im Motorblock kleine Risse gefunden wurden.

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