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Force India bester Mercedes-Kunde?

"Alles nur Momentaufnahmen"

Force India - Formel 1 - GP Österreich 2014 Foto: xpb 45 Bilder

Force India fährt in Silverstone vor seiner Haustür. Noch hält der Rennstall von Vijay Mallya Platz 4 in der Konstrukteurs-WM. Doch Williams ist bis auf zwei Punkte nahegerückt. Sergio Perez und Nico Hülkenberg glauben trotzdem, dass man mit Williams auf Augenhöhe kämpft.

03.07.2014 Michael Schmidt

Acht der elf Formel 1-Teams sind in einem Umkreis von 125 Kilometern von Silverstone beheimatet. Doch keiner wohnt näher an der Rennstrecke als Force India. Die Firma liegt nur einen Steinwurf entfernt. Quasi über die Straße. Für Force India läuft es gut in dieser Saison. Der indische Rennstall liegt auf Platz 4 in der Konstrukteurs-WM und ist damit bester Mercedes-Kunde. Das wäre das Wunschresultat von Teamchef Vijay Mallya.

Williams sitzt Force India im Nacken

Doch Williams hat stark aufgeholt. In den letzten beiden Rennen 13 Punkte. Der Vorsprung von Force India ist damit auf zwei Zähler geschrumpft. Nico Hülkenberg erwartet Williams auch in Silverstone stark, und ist gespannt, wie sich das neue Aerodynamik-Paket auf dem englischen GP-Kurs auswirkt. In Silverstone kommt noch ein neuer Heckflügel dazu, der in Spielberg nur ganz kurz getestet werden konnte (siehe Bildergalerie).

"Wir waren mit den Updates ganz zufrieden. Aber in Österreich haben wir noch kein klares Bild bekommen. Die Strecke ist sehr speziell, dazu kommt die Höhe der Strecke, die einen negativen Einfluss auf die Aerodynamik hat. In Silverstone werden wir besser sehen, was die Änderungen wert sind", so Hülkenberg.

Trotzdem warnt Hülkenberg davor, Schlüsse für den Rest der Saison zu ziehen. "Das sind alles nur Momentaufnahmen. Wir sind mit Williams auf Augenhöhe, vielleicht sind sie im Moment einen Tick besser. Aber das kann sich schnell ändern. Außer Mercedes kann keiner sagen, dass die augenblickliche Form bis zum Saisonende bestehen bleibt."

Bei Hülkenberg hat Überholknopf geklemmt

Auch Teamkollege Sergio Perez blickt optimistisch in die Zukunft: "Ich muss nur meine Qualifikation verbessern. Mein Renntempo ist gut. Mit besseren Startplätzen würde sie für das Podium reichen." Der Mexikaner hat Hülkenberg in den letzten zwei Rennen hinter sich gelassen. Weil er alternative Strategien gefahren ist, und weil Hülkenberg in Österreich mit technischen Handikaps im Bereich des Autos und der Antriebseinheit zu kämpfen hatte.

Besonders ärgerlich war der Verlust der beiden Punkte an Daniel Ricciardo in der letzten Runde des GP Österreich. Hülkenberg drückte in der vorletzten Runde den Überholknopf. Der verklemmte sich. Statt am Ende der Geraden automatisch wieder auf Normalmodus zu schalten, war der Deutsche die ganze Zeit mit voller Power unterwegs. Bis der Energiespeicher leer gesaugt war. "Als Ricciardo in der letzten Runde angegriffen hat, konnte ich mich nicht mehr wehren."

Reifenflüsterer Perez geht nicht davon aus, dass er aus seinen antizyklischen Rennstrategien ein Trend wird. "Das hängt vom Rennen ab. Wichtig ist, dass wir den Speed haben, diese Taktiken zum Erfolg zu führen. Wir sind aber auch mit der konservativen Strategie schnell."

Kein anderer Fahrer geht so schonend mit den Reifen um wie Perez. Was in diesem Jahr besonders schwierig ist. "Wegen des großen Drehmoments und des geringen Abtriebs ist es einfacher, sich die Reifen zu ruinieren. Du musst im Rennen dauernd deinen Fahrstil anpassen. Uns kommt zugute, dass unsere Ingenieure die Reifen sehr gut verstehen."

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