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Force India flucht über Kvyat und Gutierrez

Mit Upgrade auf Williams-Niveau

Sergio Perez - Marcus Ericsson - Formel 1 - GP Russland - 1. Mai 2016 Foto: Sergio Perez - Marcus Ericsson - Formel 1 - GP Russland - 1. Mai 2016 33 Bilder

Force India wurde beim GP Russland wieder unter Wert geschlagen. Beide Fahrer waren unverschuldet Opfer der Startkollisionen. Für Sergio Perez war der Reifenschaden in der ersten Runde besonders ärgerlich. Platz 6 wäre möglich gewesen. Jetzt hoffen Team und Fahrer auf das Upgrade in Spanien.

06.05.2016 Michael Schmidt

Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer war geladen: "Die Kollisionen in der ersten Kurve haben unser Rennen zerstört. Hülkenberg wird von Gutierrez über den Haufen gefahren, und irgend so ein Red Bull schlitzt Perez den Reifen auf. Der eine ist gleich aus dem Rennen, der andere muss an die Box. Das hat uns mit Perez in ein Zweistopp-Rennen gezwungen."

Im Fall des Mexikaners traf Szafnauers Wut den Falschen. Es war zwar Daniel Ricciardo, der Perez ins Heck fuhr, doch der Australier war selbst nur Opfer. Daniil Kvyat hatte Sebastian Vettels Ferrari in den zweiten Red Bull bugsiert, der dann den Force India am rechten Hinterreifen traf. "Ich war trotz eines schlechten Starts schon an Vettel und Ricciardo vorbei, als ich den Plattfuß spürte", ärgerte sich Perez. Er fiel auf den letzten Platz zurück und wurde trotz zwei Boxenstopps noch Neunter. Es waren die ersten Saisonpunkte für Perez.

Perez wäre Sechster geworden

In der zweiten Rennhälfte machte Perez die gleiche Erfahrung wie Kollege Hülkenberg in Melbourne. Romain Grosjean im HaasF1 ist unüberholbar. Selbst wenn man einen Mercedes-Motor im Rücken hat. "Ich war schneller als Romain, meine Reifen waren frischer, aber ich kam einfach nicht nah genug an ihn heran. Er hatte an den Stellen, wo es drauf ankam eine sehr gute Traktion." Force India rechnete anhand des Rennspeeds hoch, dass Perez bei einem normalen Rennen Sechster geworden wäre. Damit wurden 6 WM-Punkte verschenkt.

Bei Force India ticken die Uhren schon für den GP Spanien. Dann kommt endlich das lang ersehnte Aero-Upgrade mit neuen Flügeln hinten und vorne, neuen Seitenkästen, einer schlankeren Motorabdeckung, einem modifizierten Unterboden und Retuschen an den Bremsbelüftungen. Das Papier verspricht einen Zeitgewinn von einer halben Sekunde. Das würde Force India auf den Stand von Williams bringen. Nico Hülkenberg ist zuversichtlich: "Die Ausbaustufe wird uns massiv helfen. Ich vertraue darauf, dass wir einen großen Schritt vorwärts machen werden."

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