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Force India greift Williams an

Hülk flucht über VSC und Massa

Nico Hülkenberg - GP England 2016 Foto: xpb 63 Bilder

Force India hat den Rückstand zu Williams auf 19 Punkte verkürzt. Der vierte Platz in der Konstrukteurs-WM ist keine Vision mehr. Sergio Perez gewann das interne Duell gegen Nico Hülkenberg, der über die virtuelle Safety-Car-Phase und Felipe Massa flucht.

12.07.2016 Michael Schmidt

Es war das beste Resultat von Force India auf ihrer Hausstrecke. Die Fabrik liegt nur einen Steinwurf neben Silverstone. Sergio Perez und Nico Hülkenberg sammelten auf den Plätzen 6 und 7 wertvolle 14 Punkte. Die direkten Konkurrenten rückten näher oder fielen zurück. Williams legte eine Nullrunde ein. Der Abstand schrumpfte auf 19 Punkte. Toro Rosso holte 5 WM-Zähler. Force Indias Vorsprung vergrößerte sich auf 32 Punkte.

Platz 4 in der Konstrukteurs-WM ist keine Illusion mehr. Das würde Force India nach heutigen Maßstäben 77 statt 67 Millionen Dollar bringen. Ein willkommener Dollarsegen für ein Team, das so viel aus seinem Budget rausholt wie kein anderes. „Es ist das effizienteste Team im Fahrerlager“, bestätigt Sergio Perez.

Reise ins Ungewisse auf Medium-Reifen

Force India hatte in Silverstone sein letztes Upgrade ausgepackt. Ein neuer Frontflügel, dazu neue Leitbleche. Die Fahrer äußerten sich zufrieden. Der Rückgriff auf die alte Hinterradaufhängung brachte erste Ansatzpunkte. Sie liefert die bessere Traktion bei Beschleunigen auf Randsteinen. Und sie schont möglicherweise auch die Reifen mehr als die Version, die in Barcelona debütierte. „Wir werden in Budapest noch einmal einen Vergleichstest machen“, verrät Technikchef Andy Green.

In Silverstone gingen die beiden Force India pfleglich mit ihren Reifen um. Sie überstanden an beiden Autos 35 Runden am Stück. Ein Fortschritt im Vergleich zu dem Reifendrama in Österreich. Force India wechselte in der 17. Runde auf gut Glück auf Medium-Reifen. „Wir hatten keine Ahnung, ob die durchhalten würden“, bestätigte Green.

Pirelli hatte für die mittlere Gummimischung ein Maximum von 25 Runden empfohlen. Und Mindesttemperaturen als Warnung vor zu starker Abnutzung. Green lächelte: „Bei den Runden lagen wir drüber, bei den Temperaturen drunter.“

Perez schrubbt sich Reifen eckig

Reifenstreichler Perez war mit seinen Sohlen mehr am Limit als Hülkenberg. „Bei meinem Dreher in der ersten Kurve habe ich mir alle vier Reifen eckig geschrubbt. Dafür habe ich später bezahlt. Kimi war nicht zu halten. Und Nico ist immer näher gekommen.“ Hülkenberg lag im Ziel 0,771 Sekunden hinter dem Teamkollegen. Und war angefressen.

Nicht auf den knappen Rückstand, sondern auf das Timing der Boxenstopps. Der erste war Pech. Force India hat alles richtig gemacht, Hülkenberg sofort nach Beendigung der Safety-Car-Phase von Regenreifen auf Intermediates umzurüsten.

Dass Perez eine Runde später in den Genuss eines virtuellen Safety-Cars kommen würde, konnte keiner ahnen. Der Mexikaner bekam im Vergleich zu Hülkenberg 10 Sekunden geschenkt. Er war plötzlich Vierter. Und Hülkenberg lag nur noch auf Platz 8.

Der Deutsche hatte doppeltes Pech, weil er sich sieben Runden hinter Felipe Massa anstellen musste. Dabei verlor Hülkenberg 7 Sekunden auf Carlos Sainz und 8 Sekunden auf Kimi Räikkönen. „Es gab nur eine schmale trockene Linie. Daneben stand viel Wasser. Es war praktisch unmöglich vorbeizukommen.“

Beim Wechsel von Intermediates auf Slicks ließ sich der Rennstall aus Silverstone mit beiden Fahrern bis zur 17. Runde Zeit. Obwohl Sebastian Vettel mit seinem Stopp in Runde 15 offensichtlich den besten Zeitpunkt erwischte. Force India wollte sich auf kein Risiko einlassen. „Unser Reifenmann war ziemlich nervös, ob die Reifen halten, wenn wir zu früh wechseln“, erklärte Green. Hülkenberg hätte lieber ein paar Plätze gutgemacht.

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