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Force India begrüßt strengere Aero-Regeln

Keine Angst mehr vor HaasF1

Force India - GP Bahrain 2016 Foto: xpb 33 Bilder

Force India hatte es befürchtet. Der neue US-Rennstall HaasF1 ist auf Anhieb ein Konkurrent im Kampf um Platz 5 in der Konstrukteurs-Wertung. Trotzdem glaubt Teamchef Bob Fernley, dass sich mittelfristig der Force India-Weg auszahlt.

09.04.2016 Michael Schmidt

Force India hatte schon im vergangenen Jahr vor HaasF1 gewarnt. Das neue US-Team wird auf Anhieb ein Kandidat für die besten Plätze im Mittelfeld sein. Die Prognose wurde inzwischen bestätigt. Nach zwei Grand Prix liegt HaasF1 mit 18 Punkten auf Platz 5. Nur 2 Zähler hinter Williams, aber vor Toro Rosso mit 11 und Force India mit 6 Punkten.

Der Weg, sich 70 Prozent des Autos bei einem Hersteller zu besorgen und sich mit einer schlanken Mannschaft nur noch um die Aerodynamik und die Renneinsätze zu kümmern, könnte Schule machen. Und Teams wie Williams, Force India, Toro Rosso und Sauber ins Abseits drängen. Man muss davon ausgehen, dass Manor 2017 das gleiche mit Mercedes praktizieren wird.

Schneller reagieren bei Regeländerungen

Trotzdem glaubt Force India-Teamchef Bob Fernley, dass sich am Ende der Weg auszahlt, alles selbst zu machen. Force India setzt darauf, dass man bei der Weiterentwicklung HaasF1 ausbremst. Und wenn 2017 neue Autos kommen sollten, wären laut Fernley wieder die echten Konstrukteure im Vorteil. "Die strengeren Regeln in Bezug auf Windkanal- und CFD-Nutzung schränken den Doppelpass zwischen Hersteller und Kundenteam ein. Wir können schnell auf neue Regeln reagieren. HaasF1 wird das noch lernen müssen."

Soll heißen: HaasF1 wird in Zukunft nicht mehr so vom Ferrari-Knowhow profitieren, weil ihnen im Gegensatz zum letzten Jahr nicht mehr unbegrenzt Windkanalzeit und Computerkapazität zur Verfügung stehen. Jetzt müssen sich alle an 25 Stunden und 25 Teraflops halten. Auch künftige Neueinsteiger. Ferrari hat seine eigenen Probleme und wird sich nicht mehr so intensiv um HaasF1 kümmern können.

Sauber-Teammanager Beat Zehnder sieht noch ein weiteres Problem für das Modell HaasF1. "Was machen die, wenn in fünf Jahren die Regeln wieder strenger werden und vorschreiben, dass du das ganze Auto selber bauen musst? Dann fehlt solchen Teams die Infrastruktur."

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