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Force India holt auf Williams auf

Perez und das Loch am Start

German Grand Prix Foto: Manuel Goria 72 Bilder

Force India verabschiedete sich mit 7 Punkten aus Hockenheim in die Sommerpause. Damit verkürzt sich der Rückstand auf Williams auf 15 Zähler. Nico Hülkenberg schaffte mit dem 7. Platz das bestmögliche Ergebnis. Eine schlaue Strategie brachte Sergio Perez nach einem Katastrophen-Start noch in die Punkteränge.

02.08.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Am Anfang war es nur ein fernes Ziel. Nach 5 Grand Prix lag der vierte Platz für Force India so weit weg wie derzeit für Ferrari ein Sieg. Williams hatte nach dem GP Spanien 65 Punkte auf dem Konto. Bei Force India waren es 14. Zur Sommerpause führt Williams nur noch mit 96:81. Beim GP Deutschland verkürzte sich der Rückstand um 5 Punkte.

Es war ein kleines Wunder, dass Force India beide Autos in die Top Ten brachte. Nico Hülkenberg bestätigte im Rennen seine gute Form vom Training. Der Siebte des Qualifyings, der wegen eines Schreibfehlers bei der Rückgabe der Trainingsreifen von Platz 8 starten musste, landete am Ende doch wieder auf dem 7. Rang. „Das war das bestmögliche Resultat an diesem Tag. Es fühlt sich gut an, das Maximum aus dem Auto herausgeholt zu haben.“

Bei Perez gingen die Reifen ein

Bei Sergio Perez war die Aufgabe schwieriger. Der Mexikaner sackte beim Start auf Platz 15 ab. „Ich kann mit Sicherheit sagen: Das war der schlechteste Start meiner Karriere. Nach der ersten Kurve habe ich nicht mehr an WM-Punkte geglaubt.“

Doch Perez war an dem Schneckenstart offenbar unschuldig. „Auf Checos Startplatz war ein Loch im Asphalt. Wir haben es vorher gesehen und versucht Checo so zu dirigieren, dass er beim Losfahren das Loch nicht trifft. Hat er aber doch. Er hatte massiv zu viel Schlupf“, erklärte Teammanager Andy Stevenson.

Perez wurde mit frühen Boxenstopps in den Runden 8, 27 und 43 durch das Feld dirigiert. „Die Reifen haben im Verkehr stark abgebaut. In den letzten Runden waren sie platt. Zum Glück ging es Alonso genauso.“ 4 Runden vor Schluss ging Perez an dem McLaren vorbei. Um ein Haar hätte er auch noch Valtteri Bottas überholt. Auf Platz 9 fehlten nur 1,5 Sekunden.

Force India hört Williams-Funk ab

Force India entschied sich früh, mit beiden Autos auf ein Dreistopp-Rennen zu setzen. „Trotzdem ging es das ganze Rennen nur darum, die Reifen über die Runden zu bringen“, meinte Hülkenberg. Ein Undercut beim zweiten Stopp brachte den Rheinländer an seinem direkten Gegner Valtteri Bottas vorbei. Beim dritten Reifenwechsel fiel Hülkenberg wieder hinter den Williams.

Am Force India-Kommandostand wusste man früh Bescheid, dass der Gegner nur 2 Mal stoppen würde. „Das ist der Vorteil, wenn man den kompletten Funkverkehr abhören kann“, verrät Stevenson. Seit dem GP England sind auf Anweisung von Bernie Ecclestone alle Funkkanäle offen und für die Teams frei verfügbar.

Williams blieb stur seiner Zweistopp-Strategie treu und schoss sich ein Eigentor. Bottas verlor mit total abgewetzten Reifen in den letzten 7 Runden noch 2 Positionen. Einsatzleiter Rob Smedley gab zu: „Wir haben mit der Taktik verzockt. Die Reifen haben leider nicht so lange gehalten wie gedacht.“

Neuester Kommentar

Bei Williams setzt sich der Abwärtstrend aus der letzten Saison fort. Waren sie 2014 noch einer der schärfsten Mercedes-Verfolger scheint 2016 der Vorteil ein Mercedes-Antrieb im Heck zu haben endgültig verbraucht. Bei Williams hoffen sie mit Sicherheit auf ein Glücksgriff im 2017er Entwurf. Doch scheinen Williams die Fähigkeiten ein konkurrenzfähiges Auto zu bauen, abhanden gekommen zu sein.

PeterSchlosser 2. August 2016, 18:23 Uhr
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