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Force India holt 6 WM-Punkte

Hülkenberg-Seuche geht weiter

Nico Hülkenberg - Force India - GP Spanien 2016 Foto: sutton-images.com 68 Bilder

Force India brachte beim GP Spanien nur ein Auto ins Ziel. Sergio Perez wurde Siebter, Nico Hülkenberg fiel vorzeitig aus. Immerhin kann das große Update-Paket als Erfolg verbucht werden.

17.05.2016 Andreas Haupt

Kein Team brachte mehr neue Teile zum GP Spanien als Force India. In 18 Tagen Schweißarbeit am Stück vervollständigte die indisch-englische Mannschaft das Update aus Flügeln, Unterboden, Seitenkästen, Motorabdeckung und Bremsbelüftungen. Der Lohn für die Mühe: Der siebte Platz und sechs WM-Punkte durch Sergio Perez. "Wir konnten einige starke Autos hinter uns lassen und haben aus dem Hamilton-Rosberg-Unfall das maximale gemacht und gute Punkte nach Hause gebracht", freute sich der WM-13.

Ölleck stoppt Hülkenberg

Robert Fernley stellte seinem mexikanischen Schützling ein sehr gutes Zeugnis aus. "Sergio hat das optimale Ergebnis aus unserem neuen Paket geholt", sagte der stellvertretende Teamchef. Auf der anderen Seite der Garage gab es dagegen lange Gesichter. Für Nico Hülkenberg war der GP Spanien nach 20 Runden oder 32 Minuten und 51 Sekunden beendet. Ein Ölleck stoppte den Force India. Die heißen Tropfen entzündeten sich und entfachten im Heck ein kleines Feuer. Der Pilot selbst löschte die Flammen.

"Es ist eine Schande. Ich habe die Chance verpasst, um Punkte zu kämpfen. Außerdem konnten wir nicht mehr über das neue Auto unter Rennbedingungen herausfinden", ärgerte sich der lange Rheinländer nach seinem zweiten Ausfall in Serie. Fernley bestätigte: "Nico war nach der Serie der ersten Stopps nah an Massa. Und der hat sich bis auf Platz 8 gearbeitet. Ich sehe keinen Grund, warum es Nico nicht auch dorthin geschafft hätte."

Es war nicht das erste Leck im System. Im ersten Freien Training tropfte es aus dem Ölkühler am Auto von Perez. Es qualmte aus der Verkleidung. Glücklicherweise steuerte der Mexikaner direkt die Box an und bewahrte den Motor vor einem Schaden. Wie steht es um den Mercedes-V6 von Hülkenberg? "Wir müssen erst noch die Daten auslesen", informierte Fernley nach dem Rennen.

Viertbester Reifenwechsel im Feld

Hülkenberg kann das Pech der bisherigen Saison nicht abstreifen. Nur in Melbourne sammelte der Le Mans-Sieger Punkte. Trotzdem bleibt er optimistisch. "Manchmal hat man im Rennfahrerleben Phasen, in denen es nicht nach deinem Geschmack läuft. Aber du musst den Glauben behalten. Früher oder später wird das Glück wieder zurückkommen."

Die Force India-Strategen hatten vor Rennstart einen klaren Plan: 2 und keine 3 Stopps. "Diese Taktik war von Anfang an auf dem Papier die beste. Wir haben nicht den Speed von Red Bull und Ferrari. Die können sich den Luxus leisten, 3 Stopps zu probieren ohne signifikant zu verlieren", erklärte Fernley.

Um den Undercut der Konkurrenz zu verhindern, holte Force India Perez bereits als zweiten Fahrer nach Massa zum ersten Gummi-Wechsel. Das war in der neunten Runde. Da lag der bestplatzierte Force India schon auf dem siebten Platz. Auf die Softreifen folgte zweimal die Medium-Mischung. Zuletzt im 35. Umlauf. Die Reifenwechsel klappten gut. In 2,47 Sekunden schaffte Force India laut einer Statistik sogar den viertbesten Tausch beim GP Spanien hinter beiden Williams und dem Ferrari von Sebastian Vettel.

Über weite Strecken des Rennens fuhr Perez allein. Vor ihm war Sainz zu weit enteilt. Im Ziel fehlten 18,143 Sekunden. In der Schlussphase wurde es ungemütlich. Massa drückte von hinten. "Ich musste mir Felipe in den letzten 3 Runden vom Hals halten. Meine Reifen waren sehr alt."

Bei den zweitägigen Testfahrten (Dienstag und Mittwoch) will Force India möglichst viele Kilometer mit dem neuen Paket abspulen. "Wir müssen es vor allem noch in der Rennabstimmung optimieren", fordert Fernley. "Es werden 2 Tage, in denen wir uns der Datensammlung widmen." Teammanager Andy Stevenson ergänzt: "Da haben wir mehr Zeit, verschiedene Setups durchzuspielen."

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