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Force India vierte Kraft

Bei normaler Saison vor Red Bull

Sergio Perez - Force India - GP Abu Dhabi 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Das Beste kam zum Schluss: Die Force India-Fahrer holten beim Saisonfinale in Abu Dhabi 16 Punkte. Der fünfte Gesamtrang in der Meisterschaft stand schon vorher fest. Force India-Sportchef Otmar Szafnauer ist überzeugt, dass sein Team bei einer normalen Saison vor Red Bull gelandet wäre.

30.11.2015 Michael Schmidt

Der Schlussspurt war gewaltig. In der zweiten Saisonhälfte holte Force India 97 Punkte. Davor waren es nur 39. Seit dem GP Belgien gab es immer Punkte für den Rennstall aus Silverstone. Der fünfte Platz in der Konstrukteurs-WM stand schon vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi fest. Da hätte es das beste Saisonergebnis gar nicht mehr gebraucht. Sergio Perez und Nico Hülkenberg holten 16 Punkte im großen Finale.

Das Ergebnis bestätigte das Bild dieser Saison. Force India wurde von Rennen zu Rennen besser. Die Wende kam beim GP England. Da löste die B-Version des VJM08 die Verlegenheitslösung der ersten Saisonhälfte ab. "Von da an konnten wir richtig mit dem Auto arbeiten. Es ist so viel Potenzial in dem neuen Konzept, dass wir regelmäßig Upgrades nachgeschoben haben", resümiert Technikchef Andy Green.

GP Ungarn als Killer für Force India

Sportdirektor Otmar Szafnauer ist überzeugt, dass Force India sogar das Zeug zum vierten Platz gehabt hätte. "Ohne die Probleme zu Saisonbeginn wären wir vor Red Bull gelandet." Die Ex-Weltmeister hatten am Ende zwar 51 Punkte mehr auf dem Konto, doch der große Abstand entspricht nicht der Realität auf der Strecke. "Der Killer war das Rennen in Budapest. Da hat Red Bull 33 Punkte und wir nichts geholt", bedauert Green. Es war der Grand Prix, bei dem an den Autos die Frontflügel brachen.

Nur zur Erinnerung: Red Bull operiert mit dem dreifachen Budget. In Abu Dhabi zwang Force India den scheinbar übermächtigen Gegner in die Knie. Sergio Perez kam eine Sekunde vor Daniel Ricciardo ins Ziel. Der Mexikaner ging besonders motiviert in den Kehraus der Saison. Zwei Wochen zuvor in Brasilien fand er kein Vertrauen ins Auto. Diesmal bereitete sich Perez akribisch auf die Abstimmung des Autos vor und war schon im Training eine Macht. Vierter in der Startaufstellung, eine halbe Sekunde vor Teamkollege Nico Hülkenberg.

Kurzer erster und langer letzter Stint

Der Trend setzte sich im Rennen fort. Perez kam zwei Positionen und 30 Sekunden vor Hülkenberg ins Ziel. Der Le Mans-Sieger musste die Niederlage erst einmal verdauen. Zwei Stunden nach dem Grand Prix setzte er sich nach dem offiziellen Briefing noch einmal mit seinem Renningenieur zusammen. Hülkenberg klagte über starkes Körnen der Vorderreifen und Untersteuern. "Erst mit dem letzten Reifensatz fand ich meinen Rhythmus."

Force India zeigte einmal mehr, dass man einen der besten Reifeningenieure in seinen eigenen Reihen hat. Die Boxenstops waren perfekt getimt. Für Force India relativ früh. Perez in der sechsten, Hülkenberg in der siebten Runde. "Etwas früher als geplant. Aber wir haben vorher ausgemacht: Sobald das Körnen losgeht, kommen die superweichen Reifen runter", verrät Szafnauer. Dafür geriet der letzte Stint umso länger. Bei Hülkenberg 31, bei Perez 28 Runden.

Während Hülkenberg einen Platz an Daniel Ricciardo verlor, konnte sich Perez vor dem Australier halten. "Die Force India waren auf der Geraden zu schnell für mich", ärgerte sich Ricciardo. Nur gegen Vettel hatte der Mann auf Platz 5 keine Chance. Szafnauer erklärte warum: "Vettel konnte die meiste Zeit frei fahren, und er hatte das schnellere Auto. Am Ende ist Sergio mit gebrauchten Soft gegen Sebastian mit neuen Supersoft-Reifen angetreten. Das war aussichtslos."

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