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Force India in Technikproblemen

Hülkenberg kommt kaum aus der Garage

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - Jerez - Test - 30. Januar 2014 Foto: xpb 150 Bilder

Force India-Rückkehrer Nico Hülkenberg konnte am dritten Testtag in Jerez nur etwas mehr als 70 Kilometer zurücklegen. Der 26-Jährige berichtet, dass seine Mechaniker jetzt schon auf dem Zahnfleisch gehen.

30.01.2014 Andreas Haupt

Force India kommt nicht in Schwung. Immer wieder spielt dem indisch-englischen Rennstall die Technik einen Streich. Am ersten Testtag in Jerez kämpfte das Team mit der Elektronik, weshalb Sergio Perez nur elf Runden abspulte. Am Mittwoch schaffte er immerhin 37 Umläufe. Trotzdem zickte der VJM07: Am Nachmittag rollte der Mexikaner in der ersten Kurve aus. Im Heck des Force India loderte ein kleines Feuerchen. Und auch am dritten Testtag lief nicht viel zusammen. Insgesamt bewegte Hülkenberg seinen Renner lediglich 17 Mal um die andalusische Bahn.  

Force India beginnt sein Programm erst mittags

"Wir haben über Nacht ein Getriebeproblem entdeckt. Normalerweise ist das keine große Sache, aber mit den neuen Antriebseinheiten dauert alles etwas länger", erzählte Hülk. Die ersten drei Stunden verbrachte der Emmericher, der nach einer Saison bei Sauber ins Force India-Cockpit zurückkehrt, in der Box. Force India beschäftigt für die Nachtschicht nur drei zusätzliche Arbeitskräfte. Andere Rennställe haben eine ganze zweite Mannschaft dabei. "Unsere Mechaniker gehen auf dem Zahnfleisch. Sie haben in der letzten Nacht gerade einmal zwei Stunden geschlafen", erklärte Hülkenberg.

Nach nur wenigen Runden spielte die Technik einmal mehr verrückt. Dieses Mal versagte die Benzinzufuhr. Allerdings ging es nach einer kurzen Unterbrechung weiter. Von den anderen Teams (Mercedes, McLaren, Williams), die einen Mercedes-V6-Turbo im Heck tragen, sammelte Force India die mit Abstand wenigsten Kilometer. Hülkenbergs schnellste Zeit von 1:26.096 Minuten lag 2.820 Sekunden über der von McLaren-Rookie Kevin Magnussen.

Werksteams im Vorteil

Hülkenberg berichtet: "Es war ein schwieriger Tag für uns. Von den 17 Runden, die ich gefahren bin, ist nur eine verwertbar. Die restlichen Runden waren wie ein Shakedown. Wir sind mit konstanter Geschwindigkeit unterwegs gewesen, um Daten zu sammeln."

Für den Moment sieht Hülkenberg die Werksteams Ferrari und Mercedes im Vorteil, da diese Motor und Chassis unter einem Dach entwickeln konnten. Die Ausnahme für ihn bislang: McLaren. Der zweiterfolgreichste Rennstall der Formel 1-Geschichte scheint die neue Technik bereits gut zu beherrschen, was die 92 gefahrenen Runden am dritten Testtag zeigen. Anders sieht es für Red Bull, Toro Rosso und Caterham aus, die mit dem Renault-V6 gröbere Schwierigkeiten haben.

An den VJM07 muss sich Hülkenberg noch gewöhnen. Er habe sich am Lenkrad ein paar Mal verdrückt. "Das Auto war in den ersten paar Runden natürlich fremd und gewöhnungsbedürftig. Es ist auf jeden Fall ein anderes Fahrgefühl und eine andere Wahrnehmung. Ins Detail kann ich jedoch noch nicht gehen, weil ich nicht am Limit war."

In Bezug auf die Geschwindigkeit macht sich der Force India-Pilot keine Sorgen: "Wir haben noch nicht die Realität gesehen, da kommt schon noch etwas in Sachen Performance." Vielmehr beschäftigt ihn die Zuverlässigkeit. "Auch in Melbourne und den ersten paar Rennen werden die Autos nicht perfekt sein."

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