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Force India in der Formkrise

James Key - der Schlüssel zum Erfolg?

James Key Foto: Sauber 22 Bilder

Bei Force India zeigt die Formkurve seit Saisonmitte nach unten. "Da ist der Wurm drin", stellte Adrian Sutil in Singapur erneut fest. Ein Grund für den Abwärtstrend ist der Verlust von Technikchef James Key. Der Engländer leistet mittlerweile bei Sauber gute Arbeit.

26.09.2010 Tobias Grüner

"Jeder Mitarbeiter ist ersetzbar", lautet das Credo von Force India-Teambesitze Vijay Mallya. Bei seinem ehemaligen Technikchef James Key könnte sich der indische Geschäftsmann allerdings geirrt haben. Nach dem Aufwärtstrend im letzten Jahr zeigt die Formkurve seit Saisonmitte deutlich nach unten.

In den vergangenen zehn Rennen gab es für Speerspitze Adrian Sutil nur zwei Top-Ten-Startplätze. Außer auf der Force India-Spezialstrecke in Spa musste der Deutsche hart um jeden einzelnen WM-Punkt kämpfen. Renault ist in der Konstrukteurs-WM mittlerweile weit enteilt. Der Blick geht nach hinten. Williams und Sauber haben zum Angriff geblasen und würden Force India gerne noch den sechsten Platz in der Teamwertung entreißen.

Sutil mit Vertrauen in Nachfolger

Mittlerweile muss auch Adrian Sutil zugeben, dass der Verlust von James Key nicht ohne Folgen geblieben ist. "Ich hatte eigentlich gedacht, dass es kein Problem ist. Ich habe Vertrauen zu den Leuten, die das übernommen haben. Sein Nachfolger Mark Smith liefert gute Arbeit ab. Leider muss man aber sagen, dass wir Boden verloren haben. Dass es nicht mehr so einfach ist in die Top Ten im Qualifying zu kommen."

Key wechselte zu Saisonbeginn zu Sauber. Bei der Konstruktion des aktuellen Autos half der britische Ingenieur noch fleißig mit. Für die Weiterentwicklung sind seine Nachfolger zuständig. Doch die Updates schlugen zuletzt nicht wie gewünscht ein. Der 16. Platz im Qualifying war ein Tiefpunkt. Sutil sprach anschließend sogar von "Lotus-Niveau".

Sutil: "Schwierig das Niveau beizubehalten"

"Wie gut eine Person wirklich ist, sieht man immer erst, wenn sie nicht mehr da ist", gibt der 27-Jährige mittlerweile zu. "Man gewöhnt sich schnell an jemanden und sagt: Der macht seine Arbeit gut. Aber es ist dann doch oft schwierig, das Niveau beizubehalten oder sogar eine bessere Person zu finden."

Der Deutsche wird die Entwicklung zuletzt ganz genau beobachtet haben. In der nächsten Woche will sich Sutil entscheiden, ob er nächstes Jahr noch bei Force India fährt oder das Team wechselt. Dem Wahlschweizer sollen Angebote von Renault und Williams vorliegen. Trotz der aktuellen Misere ist das Thema Force India aber noch nicht abgehakt. "Ich habe immer noch Vertrauen, dass wir das irgendwie hinkriegen. Leider ist im Moment ein bisschen der Wurm drin."

Sauber sehr zufrieden mit Neuzugang Key

Des einen Verlust ist des anderen Gewinn. Bei Sauber freut man sich über Neuzugang James Key. Seit der Engländer in Hinwil an Bord ist, kann man einen deutlichen Aufwärtstrend beobachten. In vier der sechs letzten Rennen gab es Punkte für Kamui Kobayashi. Auch in Singapur startet der Japaner in den Top Ten.

Teamchef Peter Sauber ist zufrieden mit der Arbeit von Key. "James spielt eine sehr wichtige Rolle", lobt der Schweizer seinen ersten Ingenieur. "Er gibt die Entwicklungsrichtung vor. Er hat Veränderungen im Technikbereich vorgenommen. Diese hat er aber auf sehr subtile Weise umgesetzt." Die stille Revolution soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Key arbeitet bereits eifrig daran, dass der Sauber C30 in der Saison 2011 ein Erfolgsmodell wird.

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