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Force India mit gleicher Politik

Keine Stallregie, Fahrer dürfen kämpfen

Sergio Perez - Force India - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Donnerstag - 22.6.2017 Foto: ams 116 Bilder

Nicht wenige meinten, Force India hätte in Kanada ein Podest erringen können. Das Team widerspricht. Auch in Zukunft will der indisch-englische Rennstall seine beiden Fahrer auf der Strecke gegeneinander kämpfen lassen.

22.06.2017 Andreas Haupt 1 Kommentar

Force India holte in Kanada 18 Punkte. Mehr gab es in diesem Jahr nur beim GP Spanien. Mit den Plätzen fünf und sechs festigte der indisch-englische Rennstall den vierten Rang in der Team-WM. Man liegt bereits 42 Zähler vor Verfolger Toro Rosso.

Und trotzdem verlangte das Montreal-Rennen nach Erklärungen. Das Team hatte in Erwägung gezogen, zwischen Perez und Ocon die Plätze zu tauschen. Weil sich der Franzose zugetraut hatte, mit 13 Runden frischeren Reifen, eine Attacke auf Daniel Ricciardo im Red Bull reiten zu können.

Force India-Piloten sprechen sich aus

Nach längeren Diskussionen behielten die Piloten die Reihenfolge. Ricciardo verteidigte das Podest. Und Sebastian Vettel schnupfte im Schlusssprint noch die beiden pinken Rennwagen auf. Ocon fühlte sich zunächst um seinen ersten Podestrang gebracht. „Nach dem Rennen steht das Adrenalin bei 2.000 Prozent. Da kochen die Emotionen hoch“, sagte Perez mit zwei Wochen Abstand in Aserbaidschan über die Reaktion seines Stallgefährten.

Perez wiegelt die Situation ab. „Esteban und ich haben miteinander gesprochen. Wir haben im Team darüber diskutiert. Ein Gespräch gab es nach dem Rennen. Ein weiteres in der Woche darauf. Das Team bleibt bei seiner Politik. Wir dürfen es gegeneinander auf der Strecke ausfechten. In Kanada gab es ja auch keine Teamorder.“ Ocon bestätigt: „Alles geregelt und aussortiert.“

Force India - GP Kanada - Formel 1 - 2017Foto: sutton-images.com
Ocon kam in Kanada nicht an Perez vorbei.

Teammanager Andy Stevenson ergänzt: „Wir haben Sergio nie aufgefordert, Esteban vorbeizulassen. Es war eine Diskussion am Funk. Wir wollten, dass Sergio aufschließt und Druck auf Ricciardo ausübt. Er sagte uns, dass er auf einen Fehler warte. Den beging Ricciardo aber nie.“ Den Vorteil der 13 Runden jüngeren Reifen beziffert Force India auf etwa zwei Zehntelsekunden in der Runde. „In Kanada brauchst du aber eine Sekunde, um am Vordermann vorbei zu kommen. Wir haben Esteban nie zurückgepfiffen. Er durfte Sergio überholen. Er hat es ja auch probiert, der Geschwindigkeitsunterschied reichte aber nicht aus“, führt Stevenson aus. Frei der Divise: Wenn Ocon nicht an Perez vorbei kam, wäre er es auch nicht an Ricciardo.

Perez 2016 auf Baku-Podest

Gegen den heranstürmenden Vettel hatten weder Ocon noch Perez eine echte Chance. Deshalb glaubt Stevenson auch nicht, dass Force India ein Podest verschenkt hat. „Mit den Ultrasofts war Vettel etwa 1,4 Sekunden pro Runde schneller als wir.“ Nur eine andere Taktik in der Frühphase des Rennens hätte Force India womöglich auf das Podest geführt. „Das haben wir in der Analyse festgestellt. Das siehst du aber nur im Nachhinein. In der damaligen Rennsituation triffst du eine Entscheidung für diese Taktik nicht. Wir haben richtig gehandelt.“ Was man mit Rücksicht anders hätte machen können, wollte der Engländer mit den langen Haaren nicht verraten.

Montreal ist abgehakt, in Aserbaidschan wartet auf Force India die nächste Herausforderung. An den schnellen Stadtkurs hat das Team gute Erinnerungen. Im Vorjahr landete Perez auf dem dritten Rang. Ein Ergebnis, das schwer zu wiederholen sein wird. Wenn es normal läuft, machen die ersten Positionen zwei Ferrari und zwei Mercedes unter sich aus. „Red Bull wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch schneller sein als wir.“ Force India glaubt vielmehr an einen Zweikampf mit Williams. „Ich denke, sie haben immer noch das etwas schnellere Auto als wir“, sagt Perez. „Wir sind aber konstanter.“ Mit kleineren Retuschen an mehreren Teilen des VJM10 will man Williams bezwingen.

In der WM liegen Perez und Ocon auf den Plätzen sieben und acht. Durch 17 Punkte getrennt. Sieht sich der 27-jährige Mexikaner mit 121 GP als der Leader im Team neben seinem 20-jährigen Garagennachbar? Allein schon der Erfahrung wegen? „Die Saison ist noch lang. Es geht einzig darum, wer mehr Punkte geholt hat. Derjenige führt das Team auch an. Alles andere zählt nicht.“

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Man könnte es auch anders sagen: Ein Team ist in einer wenig überzeugenden Position einem Fahrer Ansagen zu machen, so lang man die eigenen Absprachen nicht einhält.

Proesterchen 22. Juni 2017, 16:47 Uhr
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