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Force India so stark wie nie

Hülk fehlen nur 2 Zehntel auf Ferrari

Nico Hülkenberg - Force India  - Formel 1 - GP Deutschland - 30. Juli 2016 Foto: sutton-images.com 59 Bilder

Nico Hülkenberg und Sergio Perez gehen zuversichtlich in den GP Deutschland. Sie starten von den Plätzen 8 und 9, nur zwei Zehntel hinter den Ferrari, sie waren stark im Longrun und haben einen Taktik-Joker in der Hinterhand.

30.07.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Ferrari schlagen. Nein, daran will Nico Hülkenberg noch nicht glauben. Obwohl seine Trainingszeit nur 0,195 Sekunden über der von Sebastian Vettel lag. „Ich schätze, dass sie im Rennen schneller sind als wir. Es sieht eher danach aus, dass wir uns mit Williams herumschlagen werden.“

Den 7. Platz im Qualifying bezeichnet Hülkenberg als Maximum dessen, was möglich war. „Die zwei Zehntel zu Ferrari hätte ich nicht mehr gefunden.“ Allerdings startet Hülk ohnehin einen Platz weiter hinten. Weil man im Qualifying einen Reifensatz nutzte, der nach Training 3 zur Rückgabe markiert war, musste er eine Strafversetzung um eine Position in Kauf nehmen.

Sergio Perez fehlten zwei weitere Zehntel zu seinem Teamkollegen. „Mir ging aus Kurve 8 heraus die Traktion verloren. Danach hatte ich zu viel Untersteuern.“ Perez teilt Hülkenbergs Meinung, dass die Longruns am Freitag fast noch besser waren als die Leistung in der Qualifikation. „Wir waren auf allen drei Reifentypen schnell.“

Hülkenberg hält sich Einstopp-Rennen offen

Hülkenberg hat als einziger Fahrer neben Max Verstappen, Pascal Wehrlein und Rio Haryanto mit einem frischen Satz Medium einen taktischen Joker in der Hinterhand, den die Konkurrenz vielleicht zu früh als Rennreifen ohne Erfolgsaussicht abqualifiziert hat. Der Rheinländer schließt nicht aus, dass der härteste der drei Reifentypen zum Einsatz kommt. Das könnte ein Einstopprennen bedeuten. Mögliche Schauer könnten alle Pläne über den Haufen werfen. „Ich hätte auch nichts gegen ein bisschen Regen dazwischen“, meint der Deutsche.

Die Reifenkontingente der Force India-Piloten lassen vermuten, dass Perez eher auf zwei Stopps spekuliert. Der Mexikaner hat nur noch einen gebrauchten Medium-Reifen, dafür zwei neue Soft im Angebot. Hülkenberg hält seine Taktik geheim. „Wir müssen erst einmal sehen, wie weit wir mit dem ersten Reifensatz durchkommen.“ Pirelli sagt 29 Runden auf dem Soft und 22 Runden auf dem Supersoft-Reifen voraus. Keine Angaben über den Medium. „Er wurde im Training zu wenig gefahren“, bedauert Pirelli-Sportchef Mario Isola.

Hülk versteht Kehrtwende bei Strecken-Limits nicht

Hülkenberg und Perez zählen zu den Fahrern, die lieber eine harte Linie bei der Frage nach der Streckenbegrenzung gefahren wären. „Warum werfen wir in Hockenheim alles über den Haufen, wenn in Ungarn die weiße Linie als Streckenbegrenzung bei null Toleranz gut funktioniert hat?“, fragt Hülkenberg. Auf Druck der großen Teams verschob FIA-Rennleiter Charlie Whiting das Streckenlimit um 3 Meter nach außen. Nicht die weiße Linie ist die Begrenzung, sondern die äußere Kante des zweispurigen Randsteins.

Hülkenberg verrät, dass der weitere Radius in der ersten Kurve 5 bis 10 km/h bringt. Auf die Rundenzeit bezogen ist das ein gutes Zehntel. Dafür steht in der 230 km/h schnellen Nordkurve jetzt weniger Sturzraum zur Verfügung. Hülkenberg verdammt das ständige Ändern der Regeln: „Kein Mensch kapiert, dass einmal die weiße Linie und einmal der Kerb die Strecke begrenzt. Du musst aufpassen, dass du nicht hinten über den Randstein fällst. Dann bist du geliefert.“ Teamkollege Perez hat erfahren was dann passiert. Bei einem Ritt über den gesamten Randstein brach im dritten Training eine Spurstange.

Neuester Kommentar

Es ist langsam wie in allen Sportarten die vom Geld regiert werden. Wenn die Großen Singen müßen die Kleinen springen. Geld regiert die Welt und macht langsam aber sicher allen Sport kaputt.

Peter Backes 31. Juli 2016, 17:17 Uhr
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