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Zweites Team fordert Klarheit

Force India tritt Mercedes-Club bei

Nico Hülkenberg - Force India - F1 2015 Foto: xpb 16 Bilder

Mercedes hat die Sportkommissare des GP Abu Dhabi gebeten, Klarheit in der Frage zu schaffen, was bei der Aerodynamik-Entwicklung erlaubt ist und was nicht. Auch Force India will vor Ablaufen der Frist eine ähnliche Anfrage bei den Kommissaren deponieren.

28.11.2015 Michael Schmidt

Erst Mercedes, jetzt Force India. Beide wollen Klarheit in der Frage, wie weit man bei der Aerodynamikentwicklung gehen darf. Das Ziel von Mercedes ist Ferrari, das von Force India der neue HaasF1-Rennstall. Beide Teams haben Sorge, dass sich die Gegner durch ihre enge Zusammenarbeit einen aerodynamischen Vorteil verschafft haben.

Deshalb haben sie einen Fragenkatalog an die Sportkommissare Garry Connelly, Steve Stringwell, Khaled bin Shaiban und Derek Warwick geschickt. Mercedes preschte am Samstagmorgen vor. Force India will kurz vor der Frist nachziehen.

Kernpunkt ist der Verdacht, dass Ferrari und HaasF1 eine Gruppe von Aerodynamikern für die Windkanal-Entwicklung in Maranello eingesetzt haben. Offenbar gibt es starke Indizien dafür, dass die Ingenieure länger als die erlaubten 25 Stunden pro Woche im Windkanal waren, einen Teil ihrer Arbeitszeit HaasF1 und den anderen Ferrari gutgeschrieben haben.

Volle Windkanalnutzung für 2017?

Dieses Problem verschwindet auch nicht, wenn für HaasF1 auch nur noch 25 Windkanalstunden gelten. "Es könnte ja sein, dass Ingenieure 50 Stunden im Windkanal arbeiten, 25 für das eine und 25 für das andere Team. Die Ergebnisse müssen nicht als Datensätze von einem Team zum anderen wandern. Sie sind im Kopf gespeichert", bringt es Force India-Technikchef Andy Green auf den Punkt.

Der Engländer betont, dass es sich bei der Anfrage nicht um eine Unterstellung von Tricksereien handelt, sondern um die bloße Frage, was erlaubt ist und was nicht. Bis jetzt weiß nur Ferrari, ob man Ingenieure für zwei Teams nutzen, und ob dabei das Chassis und andere Teile gleich sein dürfen. Die FIA hatte auf Anfrage von Red Bull Ferrari im Sommer untersucht. Und eine Antwort bekommen.

Green stellt klar: "Diese Antwort hätten wir auch gerne. Wir wollen wissen, wie weit wir gehen dürfen." Sollte die Praxis erlaubt sein, würden auch andere Teams ein Joint Venture anstreben. Der Force India-Ingenieur sieht noch ein anderes Problem auf die Teams zurollen. "Wir sind mit der 25 Stunden-Regel nur auf das kommende Jahr beschränkt. Theoretisch könnten wir das 2017er Auto schon jetzt mit ohne Zeitlimit entwickeln. Vor November 2016 ist kein Team für die WM 2017 eingeschrieben."

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