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Force India übt Schadensbegrenzung

Froh über einen Punkt

Nico Hülkenberg - Force India - GP Ungarn 2016 - Budapest Foto: sutton-images.com 67 Bilder

Die letzten sechs Grand Prix waren für Force India ein Auf und Ab. Beim GP Ungarn gab es wieder Schonkost. Am Ende betrachtete der WM-Fünfte den einen Punkt als Schadensbegrenzung. Zwei Boxenstopps gingen in die Hose, und auch der Speed stimmte nicht.

27.07.2016 Michael Schmidt

Das Team war zufrieden. Nico Hülkenberg nicht. Der 10. Platz des Rheinländers wurde unter dem Kapitel Schadensbegrenzung abgehakt. „Uns fehlte einfach der Speed“, klagte Hülkenberg. Ohne den Dreher von Jolyon Palmer wäre Force India vermutlich leer ausgegangen. „Wir dürfen froh sein, dass wir bei einem unserer schlechteren Rennen nur einen Punkt auf Williams verloren haben“, atmete Teamchef Bob Fernley auf.

Boxenstopp-Pannen kosten über 9 Sekunden

Hülkenberg lag schon nach der ersten Runde auf Platz 10. Wenn dann im Rennen keiner ausfällt, ist das Endergebnis auf dem Hungaroring in Stein gemeißelt. Weil Überholen praktisch unmöglich ist. „Wir haben das Rennen in der Qualifikation verloren und uns unter Wert verkauft. Hockenheim sollte für uns ein guter Boden sein. Wir hoffen, dass wir dort zurückschlagen“, bilanziert Fernley. Dem Gesetz der Serie folgend müsste es beim GP Deutschland wieder einen Punkte-Reibach geben. Die Bilanz von Force India in den letzten sechs Rennen liest sich wie folgt: 23-5-17-0-14-1.

Force India machte sich in Budapest das Leben selbst schwer. Sergio Perez wurde vom 13. Startplatz mit einer Alternativ-Taktik ins Rennen geschickt. „Wir haben mit einem Stopp geplant, aber der Medium-Reifen gab nicht das her, was wir uns erwartet hatten. Checo hätte damit nicht bis zum Ende durchfahren können“, sah Fernley ein. Und Hülkenberg? „Nico fiel nach dem ersten Stopp hinter Kvyat und Massa und hat dort viel Zeit verloren. Nur so kam Palmer vor uns.“

Zwei missglückte Boxenstopps brachten dann auch noch den einen WM-Punkt in Gefahr. Hülkenberg rollte während seines Stopps bereits an, bevor die Mechaniker fertig waren. Das kostete 1,3 Sekunden. „Geht auf meine Kappe“, meinte der Blondschopf zerknirscht. Indirekt war der Stopp auch für das Reifen-Suchspiel beim zweiten Stopp von Perez verantwortlich.

Teammanager Andy Stevenson diskutierte den Hülkenberg-Stopp noch mit dem Reifenmann am Funk, als Perez schon anflog. „Ich habe den Mechanikern zu spät gesagt, welche Reifen Checo bekommen soll“, präzisierte Stevenson den Fall, der offiziell als „Kommunikationsproblem“ zwischen Boxenmauer und Garage bezeichnete wurde. Perez verlor 7,9 Sekunden. Auch ohne die Boxenpannen wäre das Ergebnis nicht besser ausgefallen. „Es ist unser bestes Budapest-Resultat seit 2011“, nahm es Stevenson mit Humor.

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