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Force India unter Druck

Ärger um Spritverbrauch und Benzin-Sensor

Nico Hülkenberg - GP Russland 2014 Foto: xpb 33 Bilder

Force India gerät im Duell mit McLaren immer weiter unter Druck. Nico Hülkenberg und Sergio Perez warten händeringend darauf, dass die Aero-Upgrades anschlagen. In Sochi gab es dazu noch Sorgen mit dem Benzinverbrauch und dem Sprit-Sensor.

17.10.2014 Michael Schmidt

McLaren hat einen Lauf. Das Auto ist seit der Sommerpause schneller als die Force India. "Bis jetzt haben sie sich durch Defekte oder eigene Fehler selbst geschlagen", sagte Sergio Perez vor dem GP Russland. Doch in Sochi ging der Knoten auf. Jenson Button und Kevin Magnussen räumten 22 Punkte ab. Force India fuhr mit einem Zähler nach Hause. Auf einer Strecke, die den Autos eigentlich liegen sollte. Die Differenz beträgt jetzt 143:123 zugunsten von McLaren.

Doch auch das letzte Facelift mit dem Red Bull-ähnlichen Heck ist beim Force India VJM07 noch nicht so eingeschlagen, wie es sollte. "Ich spüre Anzeichen, dass es in die richtige Richtung geht", macht sich Perez Mut. Für McLaren reicht es nicht. Seitdem die Ingenieure den MP4-29 besser verstehen und eine neue Benzinentwicklung drei Zehntel brachte, fahren Button und Magnussen sogar auf Augenhöhe mit Ferrari und Red Bull.

Perez beginnt Spritsparen zu spät

Bei Force India kamen in Sochi noch Benzinsorgen zu. Hülkenberg und Perez mussten in den 53 Runden drei bis vier Prozent Kraftstoff sparen. Perez fing zu spät damit an und hatte im Finale alle Hände damit zu tun, Felipe Massa in Schach zu halten. Sonst wäre der zehnte Platz auch noch weg gewesen. Nico Hülkenberg schloss in den letzten Runden noch auf das Tandem auf.

Der 17. Startplatz war ein Handikap. Ein Defekt im Durchflussmengen-Sensor ein größeres. "Ich habe pro Runde dreieinhalb Zehntel verloren. Auf der Geraden ging gar nichts. Das ist auf einer Strecke wie Sochi tödlich, weil du nicht überholen kannst. Ich kam ewig nicht an dem Sauber von Gutierrez vorbei", klagte Hülkenberg. Mit dem Auto war er im zweiten Teil des Rennens zufrieden: "Auf den weichen Reifen ging das Auto wirklich gut."

Letzte Force India-Updates in Austin

Force India wählte in seiner Not eine alternative Strategie. Zuerst die harten, dann die weichen Reifen. Es zahlte sich nicht groß aus. Gegenüber der Startaufstellung machte Perez zwei Positionen gut, Hülkenberg fünf. "Auf den harten Reifen im Start-Turn musste ich am Limit fahren, um an der Gruppe vor mir dran zu bleiben. Das hat Benzin gefressen", klagte Perez.

Die Force India-Fahrer hoffen, dass die nächste Ausbaustufe in Austin endlich die Wende bringt. Sie verfolgt das Aerodynamik-Konzept weiter, das in Singapur Premiere feiert. Hülkenberg hofft: "Wir brauchen jetzt was Grundlegendes, das uns nach vorne bringt, sonst wird es gegen die McLaren schwer." Teamchef Vijay Mallya verspricht: "Wir geben bis zum letzten Rennen alles. Es gibt ja immer noch die doppelten Punkte in Abu Dhabi."

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