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Force India verpasst Podium knapp

Sutil nach Plattfuß schneller als Vettel

Adrian Sutil - GP Bahrain 2013 Foto: xpb 68 Bilder

Vor dem Rennen rechnete sich Adrian Sutil Chancen auf das Podium aus. Daraus wurde nach der Kollision mit Felipe Massa nichts mehr. Dafür schrammte Teamkollege Paul di Resta nur knapp am Podestplatz vorbei.

22.04.2013 Bianca Leppert

Wer hätte vor der Saison wohl darauf gewettet, dass Force India nach vier Rennen in der Konstrukteurswertung drei Punkte vor McLaren auf Rang fünf liegt? Vermutlich die wenigsten. Wenn man sich überlegt, dass die Punkteausbeute ohne den Totalausfall in Malaysia noch größer ausgefallen wäre, dann muss man den Hut vor den Indern ziehen. Über das gesamte Wochenende zeigte Force India den Top-Teams, dass sie nach vorne drängeln.

Sutil gibt trotz Kollision nicht auf

Ausgerechnet im Rennen war dieser Plan für Adrian Sutil jäh beendet. In der ersten Runde kollidierte der Wahlschweizer mit Felipe Massa. "Ich war in Kurve vier auf der Außenseite und habe ihm viel Platz gelassen, aber er war neben der Linie und hat meinen rechten Vorderreifen berührt. Ich hatte sofort einen Plattfuß", schildert Sutil den unglücklichen Zusammenstoß. "Danach war mein Rennen mehr oder weniger beendet."
 
Teammanger Otmar Szafnauer nimmt den Deutschen in Schutz: "Es war nicht sein Fehler. Er blieb einfach auf seiner Position und war vor Massa." Ohne die Feindberührung wären seine Piloten auf den Plätzen vier und fünf ins Ziel gekommen, ist sich Szafnauer sicher.

Sutil bog gleich nach dem Zwischenfall in die Box ab und fuhr fortan sein eigenes Rennen am Ende des Feldes. Am Ende standen die zweitschnellste Rennrunde und die beste Zeit im ersten Sektor als kleine Belohnung zu Buche. Über 57 Runden konnte der Gräfelfinger den Rückstand auf Sebastian Vettel an der Spitze sogar von 81 auf 76 Sekunden reduzieren. In Runde 42 kamen Vettel und Sutil gleichzeitig an die Box. Sutil holte sich einen gebrauchten Satz Medium-Reifen ab, Vettel war auf neuen harten Reifen unterwegs. Und Sutil war im Verkehr teilweise schneller als der Führende.

Di Resta verfehlt Podium nur knapp

Paul di Resta hätte dem Team beinahe ein Podiumsplatz beschert. Fünf Runden vor Schluss musste er seinen dritten Platz allerdings Romain Grosjean im Lotus überlassen. Di Resta war für den Franzosen leichte Beute. Grosjean war auf einer Dreistopp-Strategie unterwegs und mit noch relativ frischen Medium-Reifen auf der Jagd. Bei di Resta, der auf zwei Stopps setzte, bauten die harten Pneus bereits ab.

An seiner Strategie würde der Schotte im Rückblick trotzdem nichts Grundlegendes ändern. "Es war definitiv die richtige Strategie", sagt di Resta. "Mit zwei Stopps bist du immer etwas limitiert, weil die langsameren Autos vor dir hängen. Vielleicht hätte man am Ende einen anderen Reifen wählen können, aber mit den Infos, die wir hatten, würde ich wieder genauso entscheiden." Szafnauer fügt an: "Wir hätten vielleicht ein bisschen härter mit den Reifen umgehen können, da war noch Potenzial."

Keine Angst vor McLaren-Angriff

Doch warum kann der Force India plötzlich auf einem Niveau mit den Großen der Branche kämpfen? So eine große Steigerung sieht man dem Auto von außen gar nicht an. Doch über den Winter merzten die Ingenieure konsequent die Schwächen des Vorgänger-Modells aus. Im vergangenen Jahr war die Traktion die große Stärke des Autos, die schnellen Kurven noch problematisch. "Das haben wir jetzt gelöst", sagt Szafnauer.

In Barcelona wird allerdings auch McLaren mit Verbesserungen anrücken. Das Auto wird quasi runderneuert. Allzu große Sorgen macht sich di Resta deshalb aber nicht. "Auch wir haben Sachen dabei, die wir nur bisher noch nicht komplett zum Arbeiten gebracht haben", meint der Schotte.

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