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Force India VJM09 für die F1-Saison 2016

Hülkenbergs neuer Dienstwagen

Force India - Enthüllung Foto: Tobias Grüner 14 Bilder

Kurz vor dem Start in die Testfahrten hat Force India in Barcelona den neuen VJM09 für die Formel 1-Saison 2016 enthüllt. Der neue Force India VJM09 ist die Weiterentwicklung der B-Version des Vorjahresautos. Weil das neue Aero-Konzept erst in Silverstone 2015 debütierte, konnte sich Force India den Luxus erlauben, sich auf Detaillösungen zu konzentrieren.

22.02.2016 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Ein neues altes Auto

Der neue Force India VJM09 ist die Weiterentwicklung der B-Version des Vorjahresautos. Weil das neue Aero-Konzept erst in Silverstone 2015 debütierte, konnte sich Force India den Luxus erlauben, sich auf Detaillösungen zu konzentrieren.

Force India musste das Rennauto nicht neu erfinden. Die Basis des neuen VJM09 fuhr bereits die zweite Saisonhälfte als B-Version des VJM08. Somit sitzen Nico Hülkenberg und Sergio Perez zwar in einem neuen Auto, das aber schon eine halbe GP-Saison abgespult hat. Technikchef Andy Green und seine Mannschaft konnten sich auf Detailarbeit konzentrieren.

Der neue Force India sieht nur auf den ersten Blick aus wie der alte. "Wir haben das 2015er B-Auto ab Silverstone weiterentwickelt. Es war damals noch ein so ein unreifes Konzept mit so viel Potenzial, dass wir auf dieser Basis weiter arbeiten mussten. Da wir wussten, dass 2016 das Reglement praktisch gleichbleibt, war jede Entwicklung für das 2015er Auto auch gleich eine für das 2016er Auto. Ab einem bestimmten Zeitpunkt liefen beide Entwicklungen ineinander über. Es gab keinen bestimmten Punkt, an dem wir das eine gelassen und mit dem anderen angefangen hätten. Das Konzept ist das gleiche.“

Kühleinlässe sind jetzt rechteckig

Force India blieb als einziges Team seiner langen Nase mit den Löchern treu. "Für uns hat sich diese Lösung bewährt. Sie vereint die Vorteile einer kurzen und einer langen Nase“, erklärt Green. Die Nase selbst ist im Vergleich zum Vorjahr etwas dünner geraten, die Löcher vielleicht eine Spur länger. Auch der S-Schacht ist geblieben.

Die größte Änderung getrifft den Kühleinlass. Er ist nur rechteckig. Im letzten Jahr hatten die Einlässe noch eine Dreiecksform. Bei den Seitenkästen geht Force India seinen eigenen Weg. Mit wenig Unterschnitt, dafür aber sehr früh einem schlanken Heck. Die Airbox baut flacher als im letzten Jahr und trägt eine mächtige Finne auf dem Rücken. Neu sind auch die Bremsbelüftungen, die vorne jetzt neben einem Flügel auch mit einem vertikalen Leitblech ausgestattet sind.

Chassis werden erstmals im Haus gefertigt

Im Gegensatz zum letzten Jahr ist Force India pünktlich. Das neue Auto stand am ersten Testtag bereit. Sportdirektor Otmar Szafnauer erklärt: "Wir haben einen besseren Job gemacht, das Geld zur richtigen Zeit zur Verfügung zu haben. Im letztes Jahr hatten wir zwar ein ähnliches Budget, aber das Geld war nicht zur richtigen Zeit da. Gleichzeitig haben einige Lieferanten wegen der Pleiten von Caterham und Marussia die Daumenschrauben angezogen. Sie wollten das ganze Geld im voraus. Inzwischen lassen uns die Partner wieder etwas Luft, aber nicht so viel wie in der Vergangenheit."

Auch die Technikabteilung hat vorgesorgt. Die Chassis werden erstmals in der Geschichte des Teams im Haus gefertigt. Nur noch für die Bearbeitung ist man auf externe Firmen angewiesen. "Damit können wir schneller reagieren, wenn Fehler auftreten“, atmet Green auf. Chassis 01 war bereits in der 49. Woche des Vorjahres fertig. Die Crashtests wurden kurz vor Weihnachten bestanden.

Aero-Entwicklung in drei Schritten

Die Aerodynamik-Truppe ist nun im Windkanal von Toyota voll eingespielt. "Wir können uns voll auf die Daten verlassen, und die Daten versprechen einen großen Schritt, vor allem für das erste große Upgrade in Barcelona“, freut sich Green. Die Aero-Spezifikation für die Testfahrten wurde bereits im November 2015 abgesegnet. Das Melbourne-Paket stand in der zweiten Januar-Woche. Mitte Februar kam das erste große Update für den GP Spanien aus dem Windkanal.

Die ersten Kilometer mit dem neuen Force India VJM09 waren Testfahrer Alfonso Celis vorbehalten. Sergio Perez ist am zweiten Tag dran. Der Mexikaner konnte gut damit leben: "Für morgen ist die Wettervorhersage besser.“ Nico Hülkenberg muss sich bis zum dritten Testtag gedulden. Dann wird er eine erste Vorahnung bekommen, ob sich sein Saisonziel erfüllen kann: "Ich will diese Saison mein bestes Formel 1-Jahr erleben.“

TeamAutoDatum
MercedesAMG F1 W0721. Februar (9.00 Uhr)
FerrariSF16-H19. Februar (14.00 Uhr)
WilliamsFW3819. Februar (9.00 Uhr)
Red BullRB1222. Februar (9.00 Uhr)
Force IndiaVJM0922. Februar (8.30 Uhr)
RenaultRS163. Februar
Toro RossoSTR1122. Februar (9.00 Uhr)
SauberC35nach Test 1
McLarenMP4-3121. Februar (11.00 Uhr)
ManorMRT0522. Februar (9.00 Uhr)
Haas F1VF-1621. Februar (15.00 Uhr)
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